"Dunkel waren die Wälder um den See herum, und das Licht der schönen Sterne fiel selten in die tiefen Schluchten der Gebirge ringsum. Für einige Zeit wanderten wir an den Ufern des Sees, benannten die Dinge die wir sahen und lernten ihre Natur, wie auch unsere. Doch wenig wussten wir, und als Geister und Trugbilder die Dunkelheit zu beleben begannen, erfüllte uns Furcht.
Von einem Jäger hörten wir, der auf einem vierbeinigen Tier, die Wälder durchquerte. Ein Schatten legte sich auf unsere Herzen. Bald hörten wir von noch mehr Jägern, grausam, und einige von uns flohen in die Wälder, aus denen sie nicht zurück kehrten. Nie waren wir viele, nur fünf mal zwölf zu Beginn. So war jeder, der fortging und nicht zurück kehrte, ein Verlust, der unser Herzen beschwerte.
Als Ingwë, Finwë and Elwë ihre Sippen aufriefen, dem Ruf der Valar zu folgen, wollten die Ersten nicht mit. Imin, Tata und vor allem Tatië trauten dem Ruf nicht. Sie und viele andere sahen unser Heil im Da- und Zusammenbleiben und fühlten sich den dunklen Wesen durch unsere Natur überlegen. Als der Jäger die drei Völker in den Westen führten blieben wir, wo wir waren. Doch die Finsternis nahm zu, begann, Jagd auf uns zu machen, zu töten, und wir flohen.
Lange Zeit flohen wir durch die Nacht. Wo auch immer wir hofften, eine Zuflucht gefunden zu haben, holte sie uns ein. Doch die Sterne leiteten uns, gaben uns Hoffnung und wir sangen ihr hohes Lied. Auch, als wir nach und nach die anderen aus den Augen verloren. Es war noch lange vor dem Aufgang der flammenden Sonne und des silbernen Mondes, dass ich von Tata und Tatië und meinen Geschwistern getrennt wurde."
Colgael sah sie an, tiefes Mitgefühl war in seinen Augen zu erkennen, und Meduineth schwieg.
Meduineth spricht
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Meduineth spricht
Zuletzt geändert von Colgael am Mo 20. Dez 2010, 05:53, insgesamt 2-mal geändert.
Álalme ruinë! Árimpa laime! - Blühe auf, Flamme! Fliehe, Schatten!
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Re: Meduineth spricht
"Doch," begann Colgael nachdenklich, "du sprachst von Tata und Tatië als ob sie deine Eltern wären? Ist Tata es nicht, er als zweiter erwachte, nach Imin und vor Tatië? Ist er nicht jener, den manche Weisen meines Volkes als ihren Vorfahren sehen?"
Meduineth blickte auf und sah ihm in die Augen. "Es mag wohl sein, dass dem so ist. Ich sah Finwë doch wir siedelten an unterschiedlichen Orten, wo die Flüsse aus den Bergen in den See des Erwachens mündeten, dem Cuiviénen. Und über die Zeitalter entfremdeten sich unsere Linien voneinander."
Colgale rief aus "Doch, wenn dem so ist, so bist du ...".
Meduineth blickte auf und sah ihm in die Augen. "Es mag wohl sein, dass dem so ist. Ich sah Finwë doch wir siedelten an unterschiedlichen Orten, wo die Flüsse aus den Bergen in den See des Erwachens mündeten, dem Cuiviénen. Und über die Zeitalter entfremdeten sich unsere Linien voneinander."
Colgale rief aus "Doch, wenn dem so ist, so bist du ...".
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Re: Meduineth spricht
Einige Abende später sass Meduineth alleine am Ufer des Luin und sah über die Hügel und Bäume in den Morgenhimmel, der langsam heller und heller wurde, Schwarz nach Violett nach Blau.
Sie hatte einen irritierenden Abend hinter sich, in den Hallen der Celebriaen Elanessë. Diese Elben hier, sie sprachen von vergangenen Zeitaltern, von Orten und Elben, die ihr jedoch nur wenig sagten.
Doch nicht nur das; sie hatte auch die Aversion gespürt, das Misstrauen, dass denen von ihrem Volk stets von den Lichtelben entgegen gebracht wird. Sie konnte es ihnen nicht übel nehmen; sie war es gewohnt, dass das Erbe des Dunklen Feindes überall wirkte.
Sie war sie gewohnt, diese unterschwelligen Gefühle. Doch sie musste die Gesellschaft verlassen und sich ins Dunkel unter den Sternen zurück ziehen.
Leise sprach sie zu sich selbst: "Mögest du erkennen, wie tief Arda, diese Welt, wirklich beschädigt ist durch die Berührung seiner schwarzen Hand."
Sie hatte einen irritierenden Abend hinter sich, in den Hallen der Celebriaen Elanessë. Diese Elben hier, sie sprachen von vergangenen Zeitaltern, von Orten und Elben, die ihr jedoch nur wenig sagten.
Doch nicht nur das; sie hatte auch die Aversion gespürt, das Misstrauen, dass denen von ihrem Volk stets von den Lichtelben entgegen gebracht wird. Sie konnte es ihnen nicht übel nehmen; sie war es gewohnt, dass das Erbe des Dunklen Feindes überall wirkte.
Sie war sie gewohnt, diese unterschwelligen Gefühle. Doch sie musste die Gesellschaft verlassen und sich ins Dunkel unter den Sternen zurück ziehen.
Leise sprach sie zu sich selbst: "Mögest du erkennen, wie tief Arda, diese Welt, wirklich beschädigt ist durch die Berührung seiner schwarzen Hand."
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Re: Meduineth spricht
Erneut trafen sie und Colgael aufeinander, unweit von Lanthir-e-nauth unter einem klaren Sternenhimmel. Sie setzten sich auf den Stamm eines umgestürzten Baumes und unterhielten sich auf Art der Eldar, mit wenigen Worten aber viel Mitgefühl und Verständnis.
Sie liess vor ihm Bilder entstehen, von dunklen Pinienwäldern unter Sternen, weiten Ebenen über die sie gewandert war. Von Schatten in der Nacht und dem ersten Aufgang des Mondes über die weiten Ebenen und dem brennenden Licht der Sonne an ihrem ersten Tag.
Und er staunte, und lernte.
Sie liess vor ihm Bilder entstehen, von dunklen Pinienwäldern unter Sternen, weiten Ebenen über die sie gewandert war. Von Schatten in der Nacht und dem ersten Aufgang des Mondes über die weiten Ebenen und dem brennenden Licht der Sonne an ihrem ersten Tag.
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