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Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Fr 18. Jun 2010, 11:28
von Colgael
Der Start einer kleinen gemeinsamen Erzählung, an der sich jeder Charakter beteiligen mag, der "seinerzeit" Augenzeuge der Ereignisse war oder hätte sein können oder sein sollen. Ausserdem eine Möglichkeit, zu klären, wer von den alten Elben hier die anderen wie gut (nicht) kennt. Steigt ein in dieses Boot wenn ihr mögt und lasst uns gemeinsam über die Wässer der Geschichte treiben ...
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Es war die Zeit nach der Schlacht der Unzähligen Tränen, in jener all unsere letzten Hoffnungen zerschlagen waren und Beleriand dem Feind offen lag. Es war die Zeit nach dem Fall der letzten Städte der Elben, Nargothrond, Doriath und Gondolin.
Die, welche es konnten, hatten sich an den Mündungen des Sirion versammelt. Dort, unter dem Schutze des Meeres und der Schiffe unseres Hohen Königs waren wir versammelt. Nichts hatten wir mit nehmen können ausser dem Allernötigsten und so sassen wir auf grasbewachsenen Hügeln unter Bäumen, statt in Häusern, ganz so wie es in den Jahren nach dem Erwachen gewesen war.
Usere Blicke richteten sich auf die See nach Südwesten, wo die Insel Balar lag, auf der Ereinion Gil-galad seinen Sitz genommen hatte. "Seht!" riefen wir, am Ufer stehend, "Der König kommt!" Und ein Schiff näherte sich uns, schön gestaltet als Schwan wie die Schiffe der Teleri, und Gil-galads Banner flatterte im Wind.
"Aiya Ereinion Gil-galad!" riefen wir als das Schiff näherkam und anlegte. Der König selbst betrat das Ufer, und etliche seiner Edlen begleiteten ihn.
Re: Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Fr 18. Jun 2010, 14:17
von Lugaidh
(ooc: Da ist mir einer zuvorgekommen

hatte mir auch schon überlegt, sowas ähnliches mal zu starten. V.a., weil es ja einige ältere Elben bei uns gibt, es aber nie so klar ist, ob die sich jetzt von früher kennen oder nicht.)
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...Einige von uns sassen bereits den ganzen Tag gegen die Stämme der Bäume gelehnt. Es waren nicht so sehr der Hunger, die Entbehrungen und die Wunden, die uns niederdrückten denn das unaussprechbare Leid und die Angst, alles zu verlieren, was uns teuer und lieb gewesen war.
Wir waren an einen Punkt angelangt, an dem es nur noch die blanke Hoffnung gab - Estel - an einen Augenblick, an dem wir nur noch auf einen höheren Willen vertrauten, dessen Prüfung uns so hart getroffen hatte. Vielleicht war es dieser Gedanke, der uns atmen liess und uns weiterhin Kräfte zum Leben verlieh.
So viele...so viele waren bis heirhin geflohen, und wehe, so ungezählt viele, die es niemals bis hierhin schaffen würden!
Doch es gab hier Bäume, die furchtlos und aufrecht dastanden, fest verwurzelt, es gab Myriaden von kleinen zarten Blumen, die weiter Knospen trieben und blühten, ungeachtet der Dunkelheit im Norden, und wir sahen das prachtvolle Schiff des Hochkönigs. Wir hatten noch einen König...dieser Gedanke war unausdenkbar inspirierend, denn nach hunderten Jahren von Widerstand gegen Angband waren wir nun immer noch hier, und wir hatten immer noch einen König!
allen schien er neue Hoffnung zu schenken, den Leuten aus Doriath, den Flüchtlingen aus Nargothrond, den Kriegern aus Gondolin, den Seefahrern aus der Falas... Hîrluin und Faradir, sie nickten mir zu, als ich leise auf den König deutete, und lächelten. Meneldramb schien eingenickt zu sein in meinen Armen, seine Mundwinkel zuckten leise, röchelnd und stockend kam sein Atem, doch vielleicht spürte er trotzdem das Nahen Gil-Galads.
Freudig war dieses Nahen, die Elben sprachen aufgeregt untereinander, Blicke voller Hoffnung wurden gewechselt, zum ersten mal waren wieder Lachen und Musik zu vernehmen. Haradwë sank auf die Knie, wie einer, der nach einer langen Dunkelheit zum ersten mal wieder ein Licht gefunden hat. Ein anderer zog sein Schwert und legte es zu Boden, wie zu Füssen der Hoffnung.
Ich erblickte etwas weiter entfernt Colnor, den Gelehrten aus Nargothrond, wir nickten uns zu und lächelten, denn unser aller Herzen waren in hoher Stimmung.
So viele Elben waren noch hier, doch unterschiedslos erleichtert wurde der König von mir fremden wie auch von mir bekannten Gesichtern begrüsst.
"Aiya, Ereinion Gil-Galad!" Rief schliesslich einer, und wir alle stimmten in diesen Ruf ein.
Re: Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Mo 21. Jun 2010, 14:30
von Colgael
Alle drängten nun nach vorne, einen Blick auf unseren König zu werfen. Jener, der jung zum König wurde als der Vater fiel. Jener der nun erwachsen schien in Statur. Doch heute kam er ungerüstet und gelassen blickte er sein Volk an, entspannt.
Ich bemerkte unter den vielen, die versammelt waren, auch einen jungen Krieger der mit einigen wenigen aus Gondolin gekommen war, wie es hiess. Grosses Leid war ihnen bestimmt widerfahren, doch davon war auf seinem und seiner Begleiter Gesicht nichts zu sehen. Der Krieger, Lugaidh nannten sie ihn, erblickte mich und nickte mir zu. Froh stimmten er und die anderen im Umkreis in den Gruss ein, der Gil-galad entgegenkam.
Hoffnung erfüllte uns und meine Schwester kam mit ihrem Mann hinzu. Loreth hielt die Hand Findirs und meine. So empfingen wir unseren König, als Bruder, Schwester und Schwager unter vielen die geflohen und eine Zuflucht gefunden hatten. Bei uns standen auch Falasarion Aglar und Siniriël mit ihren Kindern Enaëren und Virindil sowie Falasarion.
Glücklich konnten wir uns schätzen, nicht allein und ohne Hoffnung zu sein, sondern die lebendige Hoffnung vor uns sehen zu können und ich erwiderte Lugaidhs Gruss freudig. Zum ersten Mal seit langem gab es wieder Grund zur Freude.
Re: Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Do 1. Jul 2010, 14:35
von Lugaidh
Hell und klar war dieser Tag und Sonnenschein überflutete das Ufer und den Saum der Wälder. Doch wir wussten: im Norden zog eine unaufhaltsame Flut, ein Brodem des Hasses über die Lande Beleriands, denn Angbands Macht war nun entfesselt und wir wussten, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis auch diese Zuflucht dem Feind anheimfallen würde. Der kleine Virindil fiel mir auf (ich hatte den Namen vorhin kurz erhascht): er stand reglos da und verhielt sich sehr tapfer. Ich schmunzelte, denn mir schien, dass er eines Tages bestimmt ein sehr wackerer Krieger würde.
Meneldramb erwachte kurz, doch seine Augen waren von Schmerz umflort und sein Blick schien erblindet, denn halb bewusstlos blickte er sich um, erkannte mich nicht.
Ich rief ihn beim Namen, doch er hörte nichts. Bald daraufhin verlor er abermals das Bewusstsein.
Ich blickte mich um, die Gesichter der Elben musternd, die hier zusammengekommen waren und hoffte, weitere Freunde und Bekannte zu entdecken.
Gil-Galads Edlen waren nun allesamt aus dem Schiff gestiegen.
Re: Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Mi 28. Jul 2010, 00:40
von Colgael
Ich entschloss mich, jenen mir damals noch fremden Elben anzusprechen und winkte die mir noch verbliebenen Anverwandten, mich zu begleiten. So näherten wir uns Lugaidh, der sich um Meneldramb bemühte während Gil-galad und die Edlen sich unweit von uns versammelten und ich entbot dem jungen Krieger meinen Gruss.
"Le suilannon! Nin estar Colnor. Odulen o Nargothrond. O vas telil? ~ Ich gebe Dir meine Grüsse. Sie nennen mich Colnor. Ich komme von Nargothrond. Von wo kommt Ihr?" sagte ich denn ich hatte Lugaidh nicht in meiner gefallenen Stadt gesehen, und aus vielen Städten und Orten waren die Elben hier am Strand. Dann schaute ich auf Meneldramb und Kummer erfüllte mein Herz. "Was ist mit ihm?" fragte ich und zeigte auf Meneldramb.
Re: Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Do 29. Jul 2010, 20:08
von Lugaidh
"...Nargothrond..."
Verworrene Bilder eilten durch meine Gedanken. Ein weites Land, eine mächtige Stadt, eine Brücke aus Stein über einem reissenden Fluss.
Oh, Nargothrond, Feste über den Narog! Ich hörte von deinem gewaltigen Fall, ich hörte von deinem Verderbnis, dem grossen Wurm; ich hörte von dem Opfer deiner selbstlos tapferen Könige.
Doch ich verstand den Verlust des Elben aus Nargothrond in jenem Augenblick zu wenig. Zu sehr wankte mein Herz um das Verlorene, um meinen Freund, der an der Schwelle des Todes wanderte. Anstatt auf Colnors Frage zu antworten, sagte ich leise, meinen Kopf erhebend und mit geschlossenen Augen: Elbereth, berio ven nuin-giliath lín... ~ Elbereth, beschütze uns unter Deinen Sternen.
Ich hörte, wie Faradir und Hîrluin vortraten und mit Colnor sprachen.
"Le suilon, Colnor o Nargothrond!
Im Faradir, im Hîrluin. Hí Lugaidh a Meneldramb...
Sei gegrüsst! Verzeih unserem jungen Freund, schwer hat ihn der Verlust der Weissen Stadt getroffen. Denn von dort kommen wir her..."
"Gon-Gondolin..." Leise stöhnte Meneldramb auf. Wir wussten, die Lebenskraft seines Körpers rang mit der entsetzlichen Schattenwunde, deren besänftigung unsere Heilkunst überstieg.
"Höre mich, Meneldramb, mein Freund. Schwinde nicht dahin. Bleibe bei uns, verlasse uns nicht jetzt." Ich fühlte seine Stirn: sie war brennend heiss.
Hîrluin deutete auf den Verletzten.
"Eine Waffe des Schattens, geführt von einem Valarauko: die hat ihn beim Rückzug getroffen. Wir fürchten um sein Standhalten."
Endlich blickte ich auf, denn ich fühlte ein Band der Nähe zwischen jenem Elben aus Nargothrond und uns. Von entfernten Winkeln Beleriands kamen wir, aber wir alle hatten das selbe Schicksal erleiden müssen, wir waren davor getrennt worden, was wir geliebt hatten. Nun teilten wir das Leid, vor dem wir geflohen waren und die Hoffnung, der wir entgegensahen.
"Sei gegrüsst!
wie schön, Dich zu sehen."
Ich grüsste Colnor, legte den Griff meines Schwertes auf meine Brust, meinen Kopf leicht senkend.
Re: Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Mo 2. Aug 2010, 15:58
von Colgael
'Wehe! So treffen Freude und Leid aufeinander' dachte ich mir, denn wir trafen dort jene, die unsere Freunde, Brüder gar, wurden, in all dem Schmerz der uns erfüllte. Und die Hoffnung, die Gil-galad uns gab traf dort auf die geschlagenen Wunden und überwand die Dunkelheit.
Ich erwiderte Hîrluins, Faradirs und Lugaidhs Gruss nur knapp, denn ich beugte mich zu Meneldramb während Virindil den Gruss in unser Namen ausführlicher erwiderte. Ich legte meine Hände auf Meneldramb doch erkannte bald, dass meine Kräfte nicht ausreichten, die Wunde zu heilen, die der Dämon geschlagen hatte.
Bewegung war um uns, die Umstehenden machten Platz und feste Schritte waren auf dem weichen Boden zu hören, die genau auf uns zukamen. Ich blickte auf und schaute gegen das Sonnenlicht, und überschattete meine Augen. Die Schritte hörten auf. Als ich unseren Hohen König erkannte erhob ich mich rasch und bezeugte Gil-galad meinen tief empfundenen Respekt. Meine Verwandten taten es mir nach.
Re: Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Di 30. Nov 2010, 12:34
von Colgael
Nicht weit von uns allen stand Elwing mit ihren beiden Söhnen und die drei schauten ebenso ehrfürchtig wie wir auf unseren König. Sehr jung waren die Jungs, Elrond und Elros, vielleicht drei oder vier Jahre alt. Doch Elronds Augen strahlten und hafteten an unserem König.
Gil-galad grüsste die Menge und sprach Worte der Hoffnung und unsere Herzen wurden leichter.
Re: Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Do 30. Dez 2010, 11:18
von Colgael
~***Aus Norliriels Erinnerungen***~
Wie die anderen waren wir gekommen, unseren König zu sehen. Jeder von uns Überlebenden hatte vieles verloren - Freunde, die Liebsten, die Heimat... vor allem aber das Gefühl, an irgend einem Ort sicher sein zu können vor dem Zorn Angbands.
Doch wir hatten einen König, und solange wir einen König hatten, bedeutete das, dass wir ein Volk waren.
Ich blickte hinüber zu meiner Mutter, an deren Seite ich stand. Man sagte die Frauen Gondolins seien schön gewesen, strahlender als die Sterne, doch die Schönheit meiner Mutter war nun zart wie eine Blume im ersten Frühling. Blass und schmal war sie, denn die Entbehrungen waren selbst an ihr die zuvor den langen Weg über das schreckliche Eis ertragen hatte nicht spurlos vorüber gegangen.
Auch meinen Vater sah ich an, und mein Herz zog sich zusammen vor Sorge, denn er hatte sich noch nicht von seinen Wunden erholt. Doch seine Augen waren immer noch flammenhell. Eine Fülle an Gefühlen spiegelte sich nun in ihnen. Vielleicht bewegte ihn nun das gleiche wie mich, jene Mischung aus Schmerz - denn unsere Herzen waren noch wund im Gedenken an Turgon, der zuvor unser König war - und Hoffnung jenseits allen Hoffens. Unsere Blicke wendeten sich gemeinsam, begierig einen Blick auf Gil-galad zu erhaschen.
Jung war er, unser König, so hieß es (doch war nicht auch ich jung?), aber ich spürte schon von fern die Stärke und Erhabenheit in ihm. Vielleicht war es auch die Hoffnung die ich fühlte. "Aiya, Ereinion Gil-Galad!" Wie von selbst stimmte ich in den Ruf ein. Wie angemessen war doch sein Name, denn er war nun unser aller Herr und Hoffnungsstern.
Als unser Hoher König sich näherte verneigten wir uns tief und aufrichtig.
((Für Norliriel hier eingefügt.))
Re: Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Mi 30. Mär 2011, 12:22
von Colgael
Es waren nicht viele Tage vergangen nachdem Gil-galad das Volk an den Mündungen des Sirion besucht hatte, als erneutes Unheil die Flüchtlinge heim suchte.
Es war die Zeit, da Earendil auf See war, als plötzliche Alarmschreie erschallten. Sehr bald schon war allüberall das Schlagen von Metall auf Holz oder Metall zu hören, Schreie verwundeter und sterbender Elben gesellten sich dazu. Die Häfen wurden überfallen!
Aufgeschreckt griff Virindil zu Schwert und Schild und stürzte sich den Geräuschen entgegen. Colgael war im Umgang mit Schwert und Bogen geübt, wie alle aus Nargothrond, doch sein Vetter war ihm an Geschick und Wagemut weit überlegen. Doch auch Colgael sprang auf und folgte Virindil, erwarteten sie den lange befürchteten Angriff von Angbands Orkhorden.
Bald kamen sie an den Ort des Kampfes und ihre Herzen stockten, sie mochten nicht glauben, was die Augen sagen. Eine grosse Schar Noldo war gekommen, angeführt von Feanors Söhnen, und sie kämpften unweit des Zeltes in welchem Elwing Quartier genommen hatte.
Uneins waren diese Noldo, als sie sahen, dass sie ihresgleichen angreifen sollten, und etliche wandten sich gegen ihre Herren. Amrod und Amras, zwei der Söhne Feanors fielen im Kampf, doch auch viele Flüchtlinge, und im Kampfgetümmel wurden Colgael und seine Verwandten getrennt.
Vom Entsetzen gepackt wandte sich Colgael zum Ufer, wo die Schiffe lagen, denn er mochte seine Hand nicht gegen sein Volk erheben. Mit vielen anderen bestieg er eines der Schiffe welche zur Insel Balar übersetzten, wo Gil-galad und Círdan bereits aufbrachen, den Angegriffenen mit einer bewaffneten Schar zur Hilfe zu eilen. Mit ihnen fuhr Colgael wieder zurück, zu den Häfen an den Mündungen.
Furchtbar tobte zwischenzeitlich die Schlacht und viele vom Volk am Sirion wurde erschlagen. Die Söhne Feanors, Maedhros und Maglor errangen den Sieg, doch sie bekamen den Silmaril nicht, denn Elwing stürzte sich mit ihm ins Meer. Als Gil-galad und Círdan eintrafen waren die Kämpfe bereits beendet. Reumütig zeigte sich Maglor, und nahm sich der Söhne Elwings an.
Entgegen seinen Befürchtungen fand Colgael Virindil zwar verwundet, doch lebend, am Strand. Die Klinge seines Schwertes war dunkel von Blut und ein Ausdruck tiefen Seelenschmerzes lag in seinen Augen. Ein Anblick, der Colgaels Herz von einem dunklen Schatten bedecken liess. Langsam nahm er seinen Verwandten zur Seite, in dem Versuch, Trost zu spenden dem Gequälten. Der aber sprach leise: "Vetter, ich habe grosse Schuld auf mich geladen ... Ich wollte ... ich sah ... Sie bedrängten Glánwen und ich suchte, sie zu schützen. Vergebens, trotz des Blutes das ich vergoss. Doppelt habe ich mich nun verschuldet. Heren aica! Meine Klinge ist dunkel ..."
Colgaels Kehle schnürte sich zu. Nachdem Eruannaron auf den Feldern von Nargothrond gefallen war hatte es nun Glánwens Leben beendet. Jene, die ihm das Leben geschenkt hatten waren nun beide nicht mehr und Tränen sammelten sich in seinen Augen ...