Ein Buch über die Elbische Kampfeskunst
Verfasst: Do 25. Mär 2010, 09:52
*Zufällig fällt Euer Blick auf ein altes, staubiges und ziemlich mitgenommenes Buch in der Ecke eines Regals am Rande. Die Seiten sind vergilbt und an vielen Stellen wohl herausgerissen worden. Dennoch gelingt es Euch, einiges an dem zu entziffern, was der Autor einst niedergeschrieben hat*
Parma i Mahtacarme eldaiva
Niedergeschrieben von Lugaidh Hathel-Amrûn, während einer Wanderzeit in Rhovanion.
„Mas bennich, Rochben a Maethor,
Mas bennich, Taenvagol a Cú ‘elebren,
Mas bennich, Than’beleg a Thôltanc,
Mas bennich, Rimmalthen a Rhomrhû-nim,
Mas bennich, Eledhrim lhachend an’ Aphadrim,
Mas bennich, Argwaedh a Maethindil,
Amman gwannich, Naur na Faer Eruchín?“
~
„Wo seid ihr, Reiter und Krieger,
Wo, langes Schwert und silberner Bogen,
Wo seid ihr, mächtiger Schild und starker Helm,
Wo, goldenes Heer und heller Hörnerklang,
Wo seid ihr, flammenäugige Elben und Zweitgeborene,
Wo, edler Bund und Schwertbruderschaft,
Warum bist Du dahingeschwunden, Feuer in den Seelen der Kinder Ilúvatars?“
Lange habe ich nach Fürst Maglor gesucht, dem letzten Sohn Fëanors, der noch unter den Lebenden in Mittelerde weilen sollte. Ich habe ihn nicht gefunden.
Doch auf meinen Reisen erkannte ich, dass wir noch weit mehr verloren haben, als unsere Führer und die grossen Denker, Barden und Krieger unserer Zeit.
Der Kampfesgeist ist in den Ennorath beinahe erloschen!
Langsam aber sicher braut sich ein Schatten zusammen, dem Gemüt der Elben nicht entgehend, und wird sich in einem Augenblick auf uns senken, an dem wir bereits in tiefem Schlaf gesunken sind.
Das Feuer in unseren Herzen brennt schwach, und Trägheit und Gemütlichkeit verschleiern unseren Blick.
Lasst uns wieder in die Aufrechte gehen, Freunde und Mitstreiter, denn noch ist unser Werk hier nicht zu Ende geführt. Was für eine Welt wollen wir den Zweitgeborenen hinterlassen, wenn wir dahinscheiden? Eine, in der es sich zu leben lohnt!
An die alten Tage und strahlenden Geister der Altvorderen müssen wir uns erinnern und uns von ihren Taten anspornen lassen, wenn wir den Menschen als Beispiel vorangehen wollen, jenen, die wir einst lehrten, was es heisst, für die Erde zu kämpfen und zu sterben.
Auch wenn Gorthaur, der Verderber Númenórs und Eregions, schwarzer Herr und Diener des schwarzen Feindes, niedergestürzt wurde, lebt seine Saat weiter, und dieser Saat wollen wir mit Mut und Ehre gegenübertreten, um uns unserer Selbst unter den Sternen Elbereths als würdig zu erweisen und die Erde versuchen, so zu reinigen, wie es einst der Erste Gedanke des Einen war, der über allen thront.
Ich biete hier eine kleinere Sammlung an Hintergründen und Beschreibungen der Kampfeskunst, die die Elben im Verlauf von mehr als Drei Zeitalter hervorgebracht haben.
***
Schleier liegen über die Kunde der ältesten Tage, als die Quendi in Mittelerde erwachten.
Zu jener Zeit verfolgten die Elben ganz andere Pläne, und die Sorgen der Zeitalter lasteten nicht auf ihren Seelen. Wir wissen, dass der Schwarze Feind dennoch rasch ihr Erscheinen bemerkte, und bald schon schlichen dunkle Jäger den Erstgeborenen nach und lauerten ihnen an dunklen Orten auf. Trotz der Gefahr war das Auftreten der Elben in jenen Tagen alles Andere als kriegerisch. Unter den Sternen Elbereths wandelnd, fand sie Araw (Oromë), der Reiter der Valar. Seither ist das Bild von Ross und Reiter in den Herzen der Kinder Ilúvatars erwacht.
Im Konflikt mit den Dienern des Schwarzen Feindes sannen die Elben zum ersten Mal auf Verteidigung und Kriegshandwerk. Es waren vermutlich die Avari, die Dunkelelben, welche die ersten Waffen herstellten, die für die Jagd und den Krieg dienlich waren.
Später, in Valinor im Westen, begannen die Noldor unter Fëanor, Schwerter und Rüstungen anzufertigen.
Somit haben wir hier zwei Richtungen, aus denen die Kampfeskunst der Elben ihren Anfang nahm: Maeth Tûr und Maeth Corw.
Während der Maeth Tûr fast gänzlich von den Noldor entwickelt wurde, können wir den Maeth Corw den Dunkelelben zuordnen. Es gab entscheidende Unterschiede in der Geistesverfassung dieser zwei Kampfeskünste:
Maeth Tûr setzte auf die innere und äussere Stärke, Macht und Waffenführung des Kriegers.
Maeth Corw hingegen befasste sich mit der List, der Sinnesschärfe und dem Einfallsreichtum des Kämpfers.
Der Noldo pflegte seine Feinde mit überlegener Klingenführung, Worten der Macht oder durch unbeugsame Standhaftigkeit zu überwältigen, doch der Dunkelelb wich einer Konfrontation aus, suchte den entscheidenden Moment, behielt den Gegner in Kontrolle und machte ihn durch Fallen, Gifte und grosse Präzision seiner Schusstechnik unschädlich.
Von den Noldor entwickelt, wurde der Maeth Tûr von anderen Elbenvölkern wie den Vanyar, den Teleri und den Sindar teilweise übernommen.
Der Maeth Corw gelangte über einzelne, wandernde Volksstämme vom Osten bis nach Beleriand im Ersten Zeitalter, wo er unter den Nandor, einigen Sindar und sogar einigen Noldor verbreitet war (in Nargothrond). Dennoch blieb er eine Kunstform, in der niemand je die Dunkelelben übertroffen hat.
Wir wissen, dass die Noldor sich dem Feind oft in offener Feldschlacht stellten; der Kampf der List allerdings eignete sich vor allem für den Waldkrieg.
Die
*hier fehlen einige Seiten, die letzte des Kapitels ist derart beschädigt, dass Ihr nicht entziffern könnt, was auf ihr zu lesen ist*
Parma i Mahtacarme eldaiva
Niedergeschrieben von Lugaidh Hathel-Amrûn, während einer Wanderzeit in Rhovanion.
„Mas bennich, Rochben a Maethor,
Mas bennich, Taenvagol a Cú ‘elebren,
Mas bennich, Than’beleg a Thôltanc,
Mas bennich, Rimmalthen a Rhomrhû-nim,
Mas bennich, Eledhrim lhachend an’ Aphadrim,
Mas bennich, Argwaedh a Maethindil,
Amman gwannich, Naur na Faer Eruchín?“
~
„Wo seid ihr, Reiter und Krieger,
Wo, langes Schwert und silberner Bogen,
Wo seid ihr, mächtiger Schild und starker Helm,
Wo, goldenes Heer und heller Hörnerklang,
Wo seid ihr, flammenäugige Elben und Zweitgeborene,
Wo, edler Bund und Schwertbruderschaft,
Warum bist Du dahingeschwunden, Feuer in den Seelen der Kinder Ilúvatars?“
Lange habe ich nach Fürst Maglor gesucht, dem letzten Sohn Fëanors, der noch unter den Lebenden in Mittelerde weilen sollte. Ich habe ihn nicht gefunden.
Doch auf meinen Reisen erkannte ich, dass wir noch weit mehr verloren haben, als unsere Führer und die grossen Denker, Barden und Krieger unserer Zeit.
Der Kampfesgeist ist in den Ennorath beinahe erloschen!
Langsam aber sicher braut sich ein Schatten zusammen, dem Gemüt der Elben nicht entgehend, und wird sich in einem Augenblick auf uns senken, an dem wir bereits in tiefem Schlaf gesunken sind.
Das Feuer in unseren Herzen brennt schwach, und Trägheit und Gemütlichkeit verschleiern unseren Blick.
Lasst uns wieder in die Aufrechte gehen, Freunde und Mitstreiter, denn noch ist unser Werk hier nicht zu Ende geführt. Was für eine Welt wollen wir den Zweitgeborenen hinterlassen, wenn wir dahinscheiden? Eine, in der es sich zu leben lohnt!
An die alten Tage und strahlenden Geister der Altvorderen müssen wir uns erinnern und uns von ihren Taten anspornen lassen, wenn wir den Menschen als Beispiel vorangehen wollen, jenen, die wir einst lehrten, was es heisst, für die Erde zu kämpfen und zu sterben.
Auch wenn Gorthaur, der Verderber Númenórs und Eregions, schwarzer Herr und Diener des schwarzen Feindes, niedergestürzt wurde, lebt seine Saat weiter, und dieser Saat wollen wir mit Mut und Ehre gegenübertreten, um uns unserer Selbst unter den Sternen Elbereths als würdig zu erweisen und die Erde versuchen, so zu reinigen, wie es einst der Erste Gedanke des Einen war, der über allen thront.
Ich biete hier eine kleinere Sammlung an Hintergründen und Beschreibungen der Kampfeskunst, die die Elben im Verlauf von mehr als Drei Zeitalter hervorgebracht haben.
***
Schleier liegen über die Kunde der ältesten Tage, als die Quendi in Mittelerde erwachten.
Zu jener Zeit verfolgten die Elben ganz andere Pläne, und die Sorgen der Zeitalter lasteten nicht auf ihren Seelen. Wir wissen, dass der Schwarze Feind dennoch rasch ihr Erscheinen bemerkte, und bald schon schlichen dunkle Jäger den Erstgeborenen nach und lauerten ihnen an dunklen Orten auf. Trotz der Gefahr war das Auftreten der Elben in jenen Tagen alles Andere als kriegerisch. Unter den Sternen Elbereths wandelnd, fand sie Araw (Oromë), der Reiter der Valar. Seither ist das Bild von Ross und Reiter in den Herzen der Kinder Ilúvatars erwacht.
Im Konflikt mit den Dienern des Schwarzen Feindes sannen die Elben zum ersten Mal auf Verteidigung und Kriegshandwerk. Es waren vermutlich die Avari, die Dunkelelben, welche die ersten Waffen herstellten, die für die Jagd und den Krieg dienlich waren.
Später, in Valinor im Westen, begannen die Noldor unter Fëanor, Schwerter und Rüstungen anzufertigen.
Somit haben wir hier zwei Richtungen, aus denen die Kampfeskunst der Elben ihren Anfang nahm: Maeth Tûr und Maeth Corw.
Während der Maeth Tûr fast gänzlich von den Noldor entwickelt wurde, können wir den Maeth Corw den Dunkelelben zuordnen. Es gab entscheidende Unterschiede in der Geistesverfassung dieser zwei Kampfeskünste:
Maeth Tûr setzte auf die innere und äussere Stärke, Macht und Waffenführung des Kriegers.
Maeth Corw hingegen befasste sich mit der List, der Sinnesschärfe und dem Einfallsreichtum des Kämpfers.
Der Noldo pflegte seine Feinde mit überlegener Klingenführung, Worten der Macht oder durch unbeugsame Standhaftigkeit zu überwältigen, doch der Dunkelelb wich einer Konfrontation aus, suchte den entscheidenden Moment, behielt den Gegner in Kontrolle und machte ihn durch Fallen, Gifte und grosse Präzision seiner Schusstechnik unschädlich.
Von den Noldor entwickelt, wurde der Maeth Tûr von anderen Elbenvölkern wie den Vanyar, den Teleri und den Sindar teilweise übernommen.
Der Maeth Corw gelangte über einzelne, wandernde Volksstämme vom Osten bis nach Beleriand im Ersten Zeitalter, wo er unter den Nandor, einigen Sindar und sogar einigen Noldor verbreitet war (in Nargothrond). Dennoch blieb er eine Kunstform, in der niemand je die Dunkelelben übertroffen hat.
Wir wissen, dass die Noldor sich dem Feind oft in offener Feldschlacht stellten; der Kampf der List allerdings eignete sich vor allem für den Waldkrieg.
Die
*hier fehlen einige Seiten, die letzte des Kapitels ist derart beschädigt, dass Ihr nicht entziffern könnt, was auf ihr zu lesen ist*