Nur 9 von 10 - Auf der Suche nach ihrer Familie
Verfasst: Di 8. Sep 2009, 20:27
Tarita sitzt in den Hallen der Celebriaen Elanesse und schweift in ihren Erinnerungen.
Ein großes Haus mit roten Dachziegeln, steht nahe dem Düsterwald. Der große Hof enthält viele Bäume mit Früchten und kleinen Feldern mit allerlei Gemüse. Eine junge Elbin, die gerademal ein mit Menschen vergleichbares Alter von 6 erreicht haben konnte, goss gerade fröhlich pfeifend das Gemüse. Eine erwachsene Elbin in einem rot-silbernen Kleid beobachtet die Arbeit des Kindes. "Das machst du sehr gut. Du bist eine hervorragende Gärtnerin, Loleìll", lobt sie ihre Tochter. "Danke Mama, der Garten ist einfach mein Leben", lachte die junge Elbin. Ein großer Elb in grüner Kleidung, einem Langschwert an der Hüfte und einen Bogen inder Hand verließ das Haus. Ihm folgte eine Elbin, die nur wenig älter als Loleìll sein konnte, ähnlich gekleidet. Doch besaß sie kein Schwert sondern nur einen kleinen Dolch. Die Mutter kam zu den beiden herüber. "Gehst du wieder mit Tarita auf die Jagt?", etwas Besorgnis klang in ihrer Stimme. Der Elb jedoch lachte freudig: "Ja. Heut Abend gibt es einen guten Braten, von unserer Tochter erlegt." "Überforder sie nicht. Sie ist noch so jung." Der Elb schüttelte den Kopf: "Achwas, sie ist groß und stark. Sie wird mal eine hervorragende Jägerin." Stolz legte er eine Hand auf Taritas Schulter und zog mit ihr in den Wald.
"Was ist los Mutter? Dein Gesicht zeigt Besorgnis", fragte Loleìll, die sich von ihrem Garten kurz gelöst hatte, um zu sehen, was ihre Schwester vorhatte. "Es besorgt mich, dass Tarita so eine große Aufgabe bekommt und dass er sie nichtmal das Elbisch lehren will. Sie wird nie mit anderen Elben reden könen. Sie wird seines Wegens vereinsamen...", sagte die Mutter mit Besorgnis und Unverständnis. Loleìlls Augen trübten sich, als sie den Kümmer ihrer Mutter verstand und sie sagte leise: "Aber sie hat mich. Ich werde es ihr beibringen, wenn Vater nicht dabei ist. Du hast mir schon viel Elbisch beigebracht. Doch hast du Recht, Vater sagt stehts, das Wild ließe sich nicht leichter jagen, wenn man es auf elbisch drum bitten würde." Die Elbin nickte und ging mit ihrer Tochter zum Familiengrab, um diese zu pflegen. Ihre Familie lebte seit anbeging der Zeit zum größten Teil auf diesem Hof, doch ließ sich das Grab seit ihrer Generation nicht mehr öffnen.
Die Bogensehne spannte sich und die Krümmung des Bogens nahm beachtlich zu. Ein Pfeil, vorne spitz genug um Haut und Fleisch mit Leichtigkeit zu durchtrennen und hinten mit Vogelfedern, für eine exakte Fluglinie, verziert, verband den Bogen und dessen Trägerin. Sie hockte hinter einem Busch, der Pfeil in das Gebüsch reichend, auf ein junges Reh gerichtet, welches gerade gemütlich am Gras zupfte. Die Augen der Jägerin waren auf das Tier und den Pfeil gerichtet. Ein letztes Mal korigierte sie die Ausrichtung ihrer Waffe. Sie hatte nur einen Versuch, sollte sie versagen, war der Braten fort und damit das Essen für ihre Familie. Dann ließ sie das Ende des Pfeiles los. Er schnellte durch die Luft, ohne einen Ast zu streifen, durch den Busch und genau auf das Reh zu. Die Fluglinie stimmte auf den Millimeter. Der Pfeil würde dem Reh den Hals durchtrennen und es damit innerhalb weniger zentel-Sekunden töten. Der Pfeil erzeugte ein leichtes Tischen, wenn er durch die Luft schnitt. Doch sollte er nicht sein Ziel erreichen. Wind kam auf und brachte den Pfeil von seiner Bahn ab. Er zog seitlich am Reh vorbei und schreckte dieses auf. Das Tier sprang auf und lief los. Doch ehe es fünf Meter gelaufen war, fiel es tot zu Boden. Ein Pfeil hatte es am Hals getroffen und getötet. Tarita sengte ihr Waffe und erhob sich. "Ich habes wieder nicht geschafft", murmelte sie. Ihr Vater tauchte aus einem Busch neben ihr auf, auch er sengte sienen Bogen, legte ihr jedoch beruhigend seine blasse Hand auf die Schulter: "Du hättest die Böe nicht vorhersehen können. Die Fluglinie war fehlerfrei. Ich bin stolz auf dich." Doch fand Tarita in seinen Worten keinen Trost, da es ihr vorkam, asl würde er dies täglich sagen und noch nie hatte sie ein Tier erlegt. Sie schnitten von einem Baum einen großen Ast ab, banden das Jungtier mit den Beinen daran, legten sich den Ast über die Schultern und schritten zurück zum Hof.
Als sie den Wald verließen und damit ihren Hof betraten, kam ihnen Taritas Mutter entgegen gelaufen. "Siehst du, sie freut sich über den Braten", grinste ihr ihr Vater zu. Dich als ihre Mutter näher kam, bemerkten sie Tränen auf ihren Wangen. Der Vater ließ den Ast fallen und lief zu seiner Frau, um zu fragen, was geschehen sei. Tarita brach unter dem Gewicht des Tieres zusammen und wurde vom Ast begraben. Da dieser ihr direkt auf die Lunge drückte, konnte sie nicht um Hilfe rufen. Mit zitternder Stimme sprach ihre Mutter etwas auf elbisch, woraufhin ihr Vater sie an der Hand packte und in Richtung Haus lief. Er hatte Tarita völlig vergessen. Ihr wurde inzwischen die Luft knapp und verzweifelt versuchte sie das schwere Tier zu bewegen, um die Last con ihrem Körper zu nehmen. "Vater", brachte sie tonlos und mit Tränen in den Augen heraus, doch ihr Vater war im Huas verschwunden und kam nicht zurück und das tote Tier war zu schwer, als dass sie es bewegen konnte. Sie kämpfte sich mit einer Hand zu ihrem Dolch vor, erreichte ihn und fing an auf den Ast einzuhacken, damit dieser vom Tier getrennt wurde und sie befreite. Da sie mit der rechten Hand links von sich schneiden musste, da die linke Hand vom Ast ebenfalls blockiert warm zog sie sich einige Schnitte und Stiche zu, ehe das Tier zu Boden plumste und ihre Lungen wieder Luft erhielten. Sie setzte sich auf und dann überrann sie der Schock und mehrmals versuchte sie ihre Tränen zu trocknen, was ihr nicht gelang.
Schließlich stand sie auf, ließ das Tier liegen und lief zum Haus. Dort fand sie ihre Mutter weinend an der Hauswand kauern, die Knie an der Brust. "Mama, was ist los? Warum weinst du?", fragte Tarita besorgt und ging in die Hocke. Ihre Mutter hob kurz den Kopf und senkte ihn gleich darauf wieder. Aus ihrem Schluchzen vernahm Tarite ein leise: "Loleìll ist weg". Es kam ihr vor, als würde ihr junges Herz stehen bleiben. Sie liebte ihre Schwester wie kein anderes Familiemitglied. Panik überkam sie und sofort lief sie in den Gemüsegarten. Doch sie fand nur Felder und Bäume, alles wie immer, doch fehlte ihre Schwester, die stets dort umherwuselte. Jetzt begriff sie, was ihre Mutter gesagt hatte. Der Schmerz in ihrer Brust war unvergleichlich. Die Leere in ihrem herzen. Tränen kamen unwillkürlich und dann entschloss sie sich, es nicht zu glauben. Sie rannte in Haus, ins Zimmer ihres Vaters. "Wo ist sie? Lole`ll kann niht einfach verschwunden sein! War jemadn hier und hat sie entführt? Ich werde ihn jagen!", rief sie ihrem Vater entgegen. Der Blick ihres Vaters kündigte nichts Gutes an und ihre Sorge bestätige sich, als er sagte: "Sie ist verschwunden. Wir fürchten sie wurde verschlept. Doch wissen wir nicht wer es war und wohin er sie brachte, wenn sie noch lebt." Er sengte den Kopf. Sein Vaterstolz war eindeutig angekratzt. Tarita schüttelte heftig den Kopf und rief, fast schreiend vor Verzweiflung: "Nein, sie ist bestimmt nur spazieren gegangen! Nein! Sie würde mich nciht allein lassen!" Mit diesen Worten flossen immer mehr Tränen und der Block ihres Vaters verriet ihr, dass sein Elbeninstinkt sagte, sie würden Loleìll wahrscheinlich nicht wiedersehen. Er nahm sie kurz in den Arm und sagte dann: "Bitte warte hier, ich muss noch etwas erledigen." Sein Umarmung löste sich, er verliße den Raum und ließ Tarita allein in seinem Arbeitszimmer zurück. Stundenlang stand sie einfach nur da und weinte und ihr Vater kam nicht zurück. Schließlich verlor sie die Kraft in den Beinen und stürzte weinend zu Boden.Dabei bemerkte sie, dass der Kleiderschrank ihres Vaters, der stets zugeschlossen war, offen stand. Etwas silbernes schimmerte durch den Spalt. Wie so oft ih ihrem Leben, siegte die Neugierde über ihre Gefühle und kurz vergas sie die Trauer über ihre Schwester. Sie stand auf und zog die Schranktür weiter auf. Ein strahlend silberner Kapuzenumhang strahlte ihr entgegen. Auf dem Regal im Schrank lag ein großer Stirnreif. Tarita legte den Reif an und den Umahng über ihre Schultern. Da sie noch sehr klein war, lag das Gewand ein gutes Stück auf dem Boden. Sie legte ihr goldenes Haar über ihre Schulter und betrachtete sich in dem Spiegel, der auf der Innenseite der Schranktür hing. "Wie eine Prinzessin", flüsterte sie zu sich selbst. Dann ertönten Schritte auf dem Flur und noch ehe sie die Brosche des Umhangs geöffnet hatte, stand ihr Vater in der Tür. Er riss die Augen auf, als er seine Tochter in dem Gewand erblickte. Schnellen Schrittes ging er auf sie zu, riss ihr den Reif vom Kopf und das Gewand vom Hals, warf die Sachen in den Schrank und verschloss diesen. Ihr Vater drehte sich zu ihr und schlug ihr ins Gesicht. Einen lauten Knall erzeugte die Ohrfeige. Tarita sengte den Kopf und wieder kamen ihr die Tränen. Sie verfluchte diesen Tag. Sie wollte gerade das Zimmer verlassen, als ihr Vater sie hoch hob und ihr sagte: "Es tut mirleid, Tarita. Ich wollte dich nicht schlagen. Auch ich leide unter dem Verschwinden von Loleìll. Ich hab mit deiner Mutter überlegt, was wir tun können. Wir wollen auf jeden Fall bis Einbruch der Dunkelheit nach ihr suchen. Wenn du willst darfst du uns helfen." Tarita wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und nickte stumm. Ihr Vater drückte sie fest an sich und ließ sie dann runter.
Tarita verliße das Zimmer ihres Vaters und ging in ihr einges. Dort legte sie ihre Jagtkleidung ab und zog ein rot-blau-goldenes Kleid an. Ihre Schwester hatte das gleiche und so fühlte sie sich ihr etwas nahe, obwohl sie fort war. Dann ging sie ins Wohnzimmer, wo bereits ihre Eltern in ähnlichen Kleidern auf sie warteten. Sie nahmen Tarita an die Hand, ihr Mutter rechts, ihr Vater links. Gemeinsam verließen sie das Haus, in der Hoffnung zu viert zurück zu kehren. Sie sahen hinter jeden Baum und auf jedem, sowie in jedem Feld. Schließlich teilten sie sich auf. Taritas Mutter suchte in der Umgebung des Hofes und in den nahen Dörfern. Ihr Vater suchte mit Tarita den Wald in der Nähe des Hofes ab, wobei Tarita im Jagtgebiet blieb und ihr Vater tiefer in den Wald vordrang. Doch Loleìll war nicht zu finden. Als der Himmel sich rot von der Abendsonne färbte, versammelten sie sich vorm Haus. Trauer zeigte sich in sechs Augen. Ihre Mutter blickte in die roten Wolken: "Glaubst du ihr ist etwas passiert?" "Ich weiß es nicht", antwortete ihr Vater und schüttelte den Kopf, "aber er kommt. Wor sollten uns schützen." Ihr Vater ging ins Haus. Taritas Mutter folgte ihm. Doch Tarita selbst ging zu den Feldern und setzte sich auf einen Feldstein. Fasziniert sag sie in den roten Himmerl, denn noch nie hatte sie es erblickt, dass Wolken und Himmel rot waren. So sehr es sie faszinierte, so sehr ängstigte sie der Himmel. "Wie Blut", dachte sie und dann schrie sie laut: "LOLEÌLL!" Ihr Ruf hallte mehrmals wieder, doch kam keine Antwort und auch keine junge Elbin angelaufen. Am Horizont tauchten immer mehr dunkle Wolken auf. Sie waren so dunkel, dass selbst das Rot des Himmels sie nichtmehr umfärben konnten. Taritas Mutter kam zu ihr und legte ihr eine Hand auf die Schulter: "Komm rein. Du sitzt schon eine Stunde hier. Es wird kalt, ich möchte nicht, dass du krank wirst." Tarita sah sie an und bemerkte, wie ihre Mutter mit sorgevollem Blick in die schwarze Wolkenmasse sah. Ihre Mutter riss sich von den Wolken los und sagte dann leise: "Komm, wir gehen rein." Sie nahm Taritas Hand und ging mit ihr ins Haus. Während ihre Mutter im Wohnzimmer blieb und mit Taritas Vater überlegte, was sie tun sollten, lag Tarita wach im Bett und ließ die Erinnerungen an ihre Schwester an ihr vorbeiziehen.
Am nächsten Morgen waren die dunklen Wolken noch immer am Horizont. Sie waren größer geworden. Ein lautes Hämmern riss Tarita aus dem Schlaf. "Wann bin ich eingeschlafen?", überlegte sie. Ihr war es vorgekommen, als hätte sie die ganze Nacht wach gelegen. Sie zog die blauen Seidenvorhänge zurück und sah, wie ihr Vater eine Art Zaun baute. Spitze Baumstämme sammte er in den Boden, sie waren etwas größer als er selbst. Zwischen den senkrechten Stämmen ragte einige spitz zur Außenseite des Hofes. Sie bekamen zwar nie Besuch, doch würde dieser Schutzwall dafür sogen, dass es so blieb. Tarita ging in die Küche um etwas zu frühstücken. In der Küche traf sie ihre Mutter. "Was macht Papa da, an den Stämmen kann man sich doch verletzten?", fragte Tarita und griff nach etwas Brot. "Das verstehst du in ein paar Jahren oder Tagen, meine Süße," war die Antwort ihrer Mutter und mit diesen Worten verließ sie das Haus. Tarita aß auf und ging ebenfalls hinaus. Vom Düsterwald her zogen Regenwolken auf. Sie lief zu ihrer Mutter, die sich jetzt um den Garten kümmern musste und gerade alles aberntete. "Mama, die sind doch noch gar nicht reif. Warum erntest du schon? Lolleìl meinte immer, dass man erst ernten dürfte, wenn die Früchte rot und groß sind. Die sind aber klein und grün." Doch wieder sagte ihr Mutter nur: "Das verstehst du in ein paar Jahren." Irgendetwas stimmte nicht, das merkte selbst sie in ihren jungen Jahren. Sie ging zu ihrem Vater und hörte ihn schon bevor sie bei ihm war sagen: "Sauron kommt. Sauron kommt!" "Wer ist Sauron Papa? Und warum wird der Himmel bald weinen?", fragte sie und zeigte auf die Regenwolken über dem Düsterwald. "Das werden wir in ein paar Tagen wissen", sagte ihr Vater, ohne von siener Arbeite abzuschaun. "Dann sag mir, waurm du so einen komischen Zaun baust!", fragte Tarita verzweifelt, denn die WOlken und das Verhalten ihrer Eltern machte ihr Angst. Ihr Vater schaute den Zaun entlang. Gut das halbe Grundstücl hatte er bereits umbaut. "Halte mich nicht von der Arbeit ab, Tarita." Wütend lief Tarita ins Haus. Sie zog ihre Jagtkleidung an und legte sich den Bogen um die Brust. "Ihr werdet schon sehen. Ich werde 2 Tiere fangen." Sie wusste selbst nicht woher die Wut plötzlich kam und warum sie plötzlich ihren Eltern beweisen wollte, dass sie eine gute Jägerin war, doch sie wollte es und außerdem hoffte sie im Wald Loleìll zu finden. Sie nahm die hintere Haustür, damit ihre Eltern nicht merkten, dass sie alleine jagen ging.
Wieder spannte sie den Bügen durch einen Busch. Wieder hatte sie ein Reh im Visier. Dieses Tier war noch jünger, es war noch ganz wackelig auf den Beinen. Es tat ihr Leid, so ein Baby zu erlgen. Schnell verdrängte sie den Gedanken und spannte den Bogen etwas stärker. Sie ließ den Pfeil los und dieser schnellte durch den Busch und zwischen Bäumen hindurch. Tarita bemerkte sofort, dass sie mal wieder einen Fehler gemacht hatte. Der Pfeil flog ein paar Centimeter über dem Tier hinweg. Das Reh riss den Kopf hoch und lief davon. "Nein! Diesmal nicht!", dachte Tarita, sprang aus dem Busch, ihren Dolch in der Hand und lief dem Tier nach. Als Elb war sie schneller als ein Mensch, doch war sie nicht schnell genug, um das Tier einzuholen. Ihre guten Augen bemerkten jedoch, dass das Reh mit jedem Schritt unsicherer wurde und schließlich passierte das, womit Tarita gerechnet hatte: es stolperte und die Elbin sprang, um die letzten Meter zwischen ihnen zu überwinden. Das Reh wollte sich wieder hochrappeln, aber als es fast stand, brach es zusammen, als Taritas Dolch es am Hals traf, es sofort tötete und die Last der Elbin es zu Boden drückte. Sie zog den Dolch aus dem Tier und wischte ihn an ihrere Kleidung ab. Sie wollte gerade einen Ast von einem Baum abtrennen, um das Tier daran zu befestigen, was den Transport erleichterte, als sie ein Rascheln hinter sich vernahm. Blitzschnell drehte sie sich um, hockte sich neben einen Baum und legte einen Pfeil in ihren Bogen. Gespannt wartete sie, bereite jeden Moment zu schießen. Dann sprang ein wütendes ausgewachsenes Reh aus dem Busch vor ihr. Tarita grinste bösartig. "Ich wollte 2 Tiere, das kommt mir gerade recht", dachte sie und ließ den Pfeil los. Da der Abstand zwischen ihr und deem Tier sehr gering war, konnte das Reh nicht schnell genug reagieren. Doch dass das Tier zu ihr gelaufen war, beunruhigte sie. Jedes normale Reh wäre geflüchtet. Sie nahm einen stabilen Ast von einem Baum und band die beiden Rehe daran. Den Ast verband sie mit ihrer Hüfte und zog schleppenden Schrittes in Richtung Hof. Die Last der Tiere zog an ihren Kräften und oft wollte sie aufgeben und ihre Beute zurücklassen. Tarita gab aber nicht auf und zum späten Nachmittag erreichte sie die Grenze ihres Hofes. Ihr Vater war fast fertig mit dem Zaun. Nur ein zweimeter breiter Abschnitt recht von ihr, war noch frei. Sie schleppte sich zur Lücke und hindurch. Ihr Vater, der gerade einen Baumstamm aufhob, um die Lücke allmählich zu schließen, ließ den Stamm und kam zu ihr gelaufen. "Tarita! Wo kommst du denn her? Ich dachte du wärst im Haus." Tarita hob erschöpft den Kopf und sagte schwach: "War ich auch. Doch hab ich es auch wieder verlassen und war jagen." Sie löste das Seil von ihrer Hüfte, machte einen Schritt zur Seite und ließ den Ast mit den Tieren zu Boden stürzen. "Der Wald ist unruhig. Das Muttertier kam zu mir", fügte sie hinzu. Ihr Vater hob sie hoch und drehte sie im Kreis. "Ich bin stolz auf dich. Zwei so prächtige Tiere. Du bist eine wahre Jägerin", rief ihr Vater stolz. Als er Tarita absetzte war ihr etwas schwindelig, doch fiel ihr auf, dass ihr Vater nicht auf ihre Warnung, dass etwas im Wald nicht stimmte, eingegangen war. Sie wollte ihn gerade darauf ansprechen, als sie in der Ferne Rauch entdeckte. Ein Dorf außerhalb des Waldes musste brennen. Sie riss sich aus der Umarmung ihres Vaters und lief zu der Straße, die zum Dorf führte. Da es jedoch hinter einem Hügel und der großen Mauer ihres Vaters lag, sah sie nur den schwarzen Rauch. Ihr Vater folgte ihr, mit der Schnur, an der der Ast mit den Rehen hing, über der Schulter. Der Blick der jungen Elbin zeigte Angst und besorgt fragte sie: "Vater...was ist im Dorf geschehen?" Doch ihr Vater antwortete nicht. Dumpf drangen Schreie und das Klirren von aufeinander treffenden Schwertern über den Hügel zu ihnen. Taritas Vater legte einen Arm um ihre Schulter und ging wortlos mit ihr und den Rehen im Schlepptau. Im Haus knuddelte sie ihre Mutter ganz stark und sagte mehrmals, wie stolz sie auf Tarita sei. Doch auch ihre Mutter reagierte nicht auf das Verhalten des Rehs oder den Brand des Dorfes. Ihre Eltern lenken sogar ab, indem sie Tarita für ihre Jagt lobten und ihre Mutter mit ihr begann die Rehe vorzubereiten. Sei zeigte ihr, wie aus Leder und Fellen Kleidung wurde und wie das Fleisch richtig zubereitet wurde. Ihr Vater ging nach draußen und beendete den Zaun. Als die ASonne am Horizont verschwand, schickte ihre Mutter sie dann ins Bett. Von der Arbeit erschöpft, schlief Tarita schnell ein. Sie träumte davon mit ihrer Schwester über den Hof zu toben. Sie umarmte sie gerade innig als jemand sie aus dem Schlaf riss. "Tarita zieh deine Jagtkleider an... schnell!", rief ihre Mutter ihr zu und warf ihr bereits Bogen und Kleidung aufs Bett. Tarita zog sich um und fragte, was los sei, doch ihre mUtter drängte nur zur Eile. Als Tarita fertig umgezogen war, griff ihre Mutter anch Taritas Waffen und hob ihre Tochter mit einem Arm hoch. Mit der Elbin im Arm verließ sie das Haus, lief durch das Tor des Zaunes und in den Wald. Es war noch tiefste Nacht und Tarita sah die Bäume nur, wenn diese gerade an ihnen vorbeizogen. "Mama, wo willst du hin?", rief Tarita, die es allmählich mit der Angst zutun bekam. "Sei ruhig!". flehte ihre Mutter mit zittriger Stimme und Tarita bemerkte, dass ihr eine Träne hinab rollte. Doch die fremden Bäume, die jetzt an ihnen vorbeizogen beunruigten sie mehr. "Mama, hier war ich nie! Wir sind zu tief im Wald. Das ist nicht mehr unser Jagtgebiet!", rief Tarita panisch und zappelte, um sich aus den Fängen ihrer Mutter zu befreien. Wieder reagierte ihre Mutter nicht und lief weiter.
Irgendwann, irgendwo um Wald blieb ihre Mutter schließlich stehen und setzte Tarita an einem großen Baum ab. Sie warf ihre Waffen neben sie, küsste sie auf die Stirn und flüsterte: "Novaer mein Schatz, novaer." Eine Träne ihrer Mutter tropfte auf Taritas Bein und dann lief ihre Mutter fort. Tarita wollte ihr folgen, doch ehe sie aufgestanden war, war ihre Mutter in der Dunkelheit des Waldes verschwunden. "Mama! Mamaaa!", schrie sie weinend. Weinend ging sie ein paar Schritte in die Richtung, in der ihre Mutter verschwunden war, jeodch ergriff sie dann die Angst vor der Dunkelheit und sie taumelte zurück zum Baum, wo ihr Bogen, einige Pfeile und ihr DOlch lagen. Noch einmal schrie sie, an den Himmel gewandt: "Mamaaa!" Keine Antwort, nur ein paar verschreckte Bägel flogen davon. Sie vergrub das Geischt in Armen und am Baumstamm. Nach einigen Tränen sank sie an dem Baum hinab und zog die Knie zur Brust, umsich in ihnen den Tränen zu ergeben. Ihre Mutter hatte sie allein gelassen. Wie konnte sie nur? Ohne dass sie es merkte schlief sie ein. Sie träumte von einem normalen Tag auf ihrem Hof. Mit ihrerem Vater, ihrer Mutter und loleìll. Gemeinsam aßen sie frühstück, Loleìll und ihre Mutter pfelgten den Garten und sie und ihr Vater jagten Rehe, Wildschweine und was sonst so in dem Wald umherlief. Hinterher spielte sie mit Loleìll ausgiebig im Garten. Am Nachmittag saß sie dann mit ihrere Schwester auf einem "Lieblingsbaum". "Mama sagt ich soll dir etwas Elbisch beibringen", sagte Loleìll zu ihr. "Aber Papa will das doch nicht", entgegenete Tarita. "Achwas. Elbisch ist wichtig. Also pass auf: Mae govannen heißt soviel wie hallo und Novaer ist Lebewohl..."
Tarita schreckte hoch. "Novaer ist lebenwohl", hallte es in ihrem Kopf. Leleìll hatte ihr nie das Eblisch gelehrt und doch fürchtete sie nun zu wissen, was ihre Mutter zu ihr gesagt hatte. Ihr fiel auf, dass sie die ganze Nacht mit den Knien an der Brust geschlafen hatte und als sie aufstand, schmerzte ihr Rücken furchbar. Sie legte ihre Waffen, die noch im Moos lagen, an und entschloss sich, den Weg heim zu suchen. Sie wusste zwar noch in welcher Richtung ihre Mutter verschwunden war, doch schien ihr die Umgebung von Schritt zu Schritt fremder. Und nach einigen Bäumen fragte sie sich verzweifelt, ob sie je wieder heim finden würde. Als sie völlig verzweifelt war, zog ein kleines Lüftchen durch den Wald. Sie erinnerte sich, dass ihr Vater mal gesagt habe, dass wenn man den Wald zu schätzen wisse, er einem stets helfen würde. Also untersuchte Tarita in welche Richtung der Wind sie wieß und legte ihren Weg etwas weiter in rechter Richtung fort. Ab und zu musste sie von ihrem Weg abweichen, um sich etwas zu essen zu jagen oder isch vor wütenden Wildschweinen zu verstecken. Mehr und mehr lernte sie, dem Wald zuzuhören. Er führte sie um Moore und Wildschweingebiete herum. Außerdem bot er ihr Nahrung und ab und an eine kleine Trinkwasserquelle. Er schützte sie vor wilden Tieren, sie kletterte danna uf Bäume und zeite ihr den Weg zu ihrem Hof, zumindest hoffte sie dies. Oft fragte sie sich, ob das wirklich der richtige Weg sein konnte, da ihre Mutter keinen Tagesmarsch mit ihr gemacht hatte und sie nun schon den Morgen des zweiten Tages hatte. Ein seltsames Prasseln holte sie aus ihren Gedanken. Über ihr schlugen die ersten Regentropfen auf die Baumkronen. Die Regenwolke, die sie vor etwa 3 Tagen bemerkt hatte, musste sie erreicht haben. Einige Minuten schützen sie die Blätter vor dem Wasser, doch schließlich konnten diese das Gewicht des Wassers nicht mehr tragen und die ersten Tropfen kamen zu Tarita hinab. Verzweifelt versuchte sie sich vor dem Regen zu schützen, doch irgendwann war auch das sinnlos und die Elbin war durchnässt bis auf die Knochen. Dabei verlor sie die Orientierung und lief zwischen irgendwelchen Bäumen hindurch, stolperte durch Moore und konnte dem Wald nichtmehr zuhören. Wahllos irrte sie umher, in der Hoffnung irgendwann einen bekannten Fleck Wald zu finden. Und plötzlich schienen ihr alle Bäume gleich auszusehen. Der Regen hörte nicht auf und die Bäume waren auch weiter unbekannt. Gegen Mittag sah sie etwas durchs nasse Moos schimmern. Sie ging darauf zu und erkannte einen ihrer Pfeile auf dem Boden liegen. Er war in zwei Teile gebrochen. Irgendein Tier war darüber gelaufen und hatte sich an der Spitze verletzt. Eine vertrocknete Blutspur, die durch den Regen verwaschen wurde, führte in die Richtung, in die der Pfeil zeigte. Doch das verletzte Tier interessierte sie nicht. Sie betrachtete den Pfeil eingehend. Es war eindeutig einer ihrer eigenen. Sie ging in die RIchtung aus der der Pfeil gekommen war. Nach wenigen Metern erkannte sie die Büsche wieder, in denen sie mit ihrem Vater gehockt hatte. Vier Tage schienen ihr wie ein halbes Leben. Doch jetzt, wo sie ihr Jagtgebiet wieder erkannte, rannte sie zwischen den Bäumen hindurch, RIchtung Hof. Ihre Kleider waren treifend nass und erschwerten ihre Schritte. Doch sie freute sich aus ihrem Schrank gleich frische Kleider zu nehmen. Jeden Meter wurde sie schneller, bis ihr plötzlich ein stechender Geruch in die Nase zog. so roch es immer, wenn sie ein Lagerfeuer gemacht hatten. Doch war dieser Geruch mehr als nur ein kleines Lagerfeuer. Wieder stieg Angst in ihr empor. Schließlich erreichte sie die Grenze des Waldes und damit drehte sich ihr der Magen um. Sie hatte erwartet vor dem großen Zaun zu stehen und das Dach des Hauses gerade so drüber hinweg zu sehen. Doch kein Zaun war dort, kein Dach, kein Haus. Ein Haufen schwarzer Asche lag vor ihren Füßen. Einige Balken standen noch morsch in der Lande. Ein rest Dachstuhl lag schwarz auf dem Boden und qualmte. Er würde auch bald restlos zu Asche zerfallen. Schwarze Rauchwolken stiegen von der Asche auf. Der Zaun war niedergebrannt. Das Haus ebenso, genau wie Felder, Bäume und Gras. Der Boden war matschig gewühlt. Tarita ging langsam RIchtung Haus oder das, was davon übrig war. Den Schutz der Bäume verlassend, traf sie der Regen jetzt bei seiner vollen Kraft. SIe blieb wieder fassungslos stehen. Obwohl jetzt Tränen angebracht waren, konnte sie keine Tränen vergießen, da der Schock zu groß war und der Himmel für sie weinte. Ganz langsam führten ihre Schritte durch den Matsch. Sie stief über einen Dachstuhlbalken und stann dann im Wohnzimmer. Ihr Zuhause war zerstört und ihre gesamte Familie war verschwunden. Entführt, tot geflüchtet - sie wusste es nicht. Mit jedem Schritt stieg sie über die Asche von ihren Kleidern, Möbeln und durch die Hauswände. Sie zückte den Bogen, bereit jeden zu erschießen, der ihre Familie das angetan hatte, doch keine Seele war soweit sie bei dem starken Regen schauen konnte. Doch als wirklich keiner kam, an dem sie ihre Wut lindern konnte, ließ sie ihren Bogen fallen. Der Bogen erzeugte ein leichtes Platschen, als er auf die nasse Asche fiel. Verzweifelt fing sie an in der Asche zu graben, als wolle sie ihr altes Leben finden. Doch das einzige, was sie fand, war etwas, das den Brand überlebt hatte: Der Strinreif aus dem Schrank ihres Vaters. Die Erinnerung an den Tag, als Loleìll verschwunden war und sie das Gewand und den Stirnreif entdeckt hatte, zog vir ihren Augen lang. Tarita wusch den Reif im Regen, sogut es ging und setzte ihn auf. Für sie war der Reif eine Verbindung zu ihrer Familie, ihr einziges Erinnerungsstück. Und als sie den Reif augesetzt hatte, schloss sich für sie ein Kreis. Plötzlich verstand sie warum ihr Vater den Zaun gebaut hatte und warum ihre Mutter sie im Wald zurückgelassen hatte. Was es mit dem brennenden Dorf auf sich hatte udn warum schon Tage zuvor der Himmel am Abend geblutet hatte und die Regenwoken über ihnen hingen. Der Himmel hatte sie gewarnt, dass der Feind kommt. Und als ihr Vater den Schutzwall gebaut hatte, war der Feind bereits im Dorf gewesen. Mit dem Zaun hatte ihr Vater versucht ihren Hof zu schützen und ihre Mutter wollte ihr das Leben retten, als sie merkte, der Zaun würde nicht reichen. Und es hatte geklappt - Tarita lebte. Doch fehlte ih Zuhause und ihre Familie. Sie setzt sich an den Waldrand an einen Baum, den Bogen auf dem Schoß, den Stiornreif tragend und wartete und hoffte, dass irgendjemand ihrere Familie kommen würde. Der Regen lief an ihr hinab. Sie konnte es nicht fassen. All ihre Sachen zerstört, ja sogar ihr Leben. Alles hatte sie verloren. Irgendwann schlief sie dann ein und träumte seit langem mal wieder nichts.
Am Morgen des nächsten Tages hatte es aufgehört zu regnen, doch Wolken bedeckten nach wievor den Himmel. Ein Hufgetrappel weckte Tarita aus ihrem Schlaf. Al ssie erkannte, was sie aus dem Schlaf geholt hatte, legte sie sofort den Bogen an, aus Angst, der Feind könnte zurückgekehrt sein. Sie sah wie ein Reiter auf einem dunklen Pferd zum Hof ritt. Er trug ein ähnliches Gewand, wie das, das sie bei ihrem Vater gesehen hatte, nur nicht ganz so strahlend. Genau genommen wirkte es regelrecht abgenutzt. Er hatte die Kaputze über den Kopf gezogen, sodass Tarita seinen Augen nicht ansehen konnte, ob er gute Absichten hatte oder nicht. Der Reiter stieg ab und ließ das Pferd vor dem ehemaligen Zauntor stehen. Zitternd vor Angst spannte Tarita den Bogen. Der Reiter ging in RIchtung des Hauses. Er schien etwas zu suchen. Irgendwann fiel sein Block auf Tarita und schnellen Schrittes, jedoch wortlos, ging er auf sie zu. Doch sie konnte ihre Angst und Wut nicht mehr kontrollieren und so ließ sie den Pfeil los. Dieser jagte mit einer monströsen Geschwindigkeit durch die Luft. Die Tage im Wald hatten Tarita geholfen den Bogen zu meistern und so verfehlte sie ihr Ziel nur noch äußerst selten. Ehe ein Atemzug borbei war, fiel der Reiter tot zu Boden. Taritas Pfeil in seiner Brust. Vorsichtig, sich ständig nach weiteren Reitern umsehend ging sie zu dem Toten. Er war vorn über gekippt und seine Kaputze hatte sich von seinem Haupt gelöst. Er hatte goldenes Haar, lang und geflochten. In mehreren Punkten bemerkte Tarita eine Ähnlichkeit zu sich. Schnell verstand sie, dass er von ihrem Volk, ein Elb aus dem Düsterwald war. Doch gehörte er nicht ihrere Familie an. Sie drehte ihn auf den Rücken und suchte in sienen Taschen nach einem Hinweis, was er auf ihrem Hof wollte. Erst meinte sie nichts zu finden, doch entdeckte sie dann in einer gut versteckten Innentasche einen versiegelten Brief. Tarita nahm ihn an sich und betrachtete die Borderseites des Umschlags: "An Galbor vom Ring der 10". Galbor war ihr Vater und bei dem Gedanken, er könne so tot, wie dieser Reiter sein, stiegen ihr Tränen in die Augen. Sie ging zurück zum Wald und setzte sich wieder an einen Baum. Mehrmals drehte und wendete sie den Brief, doch irgendwas hielt sie davon ab, ihn zu öffnen. Immer wieder wollte sie das Siegel brechen und jedesmal schrie etwas in ihr, es zu lassen. So saßsie da und betrachtete den Umschlag. Es war teures Papier. Ihre Eltern hatten so ein Papier zwar im Haus gehabt, doch nie verwendet, da es für alles immer zu schade gewesen wäre. Der Tag zog dahin und ab und an verschwand Tarita im Wald um sich Essen und Trinken zu beschaffen. Den Brunnen von ihrem Hof wollte sie nicht benutzen, da sie nicht wusste, ob dieser nicht vergiftet wurde. Und sie war fest entschlossen zu überleben. Sie musste ihre Familie finden oder rächen. Aber vor allem wollte sie Loleìll finden. Als es Abend wurde und sie allmählich darüber hinweg war, einen ihres Volkes, einen Boten, getötet zu haben, ertönte in der Ferne wieder Hufgetrappel. Doch dieses Mal mussten es mehrere Pferde sein. Tarita zog ihren Bogen und versteckte sich schützend hinter einem Baum. Neun weiße Pferde mit silbernen Gewändern ritten in schnellem Galopp auf ihren hof zu. Als sie das Elend sahen, bremsten sie schlagartig ab. Der Bote musste von diesen Reitern stammen. Alle hatte die Kaputze übern Kopf gezogen, sodass Tarita nur an ihrem Körperbau raten konnte, dass es Elben waren. Loleìll hatte ihr erzählt, die anderen Völker wären kleiner als Elben. Einer der Reiter stieg von seinem Pferd und ging zu dem toten Boten. Als er den Pfeil in dessen Brust entdeckte und diesen kurz inspiziert hatte, lief er, mit wehendem Gewand zurück zu seinem Pferd und den anderen acht Reitern. Er sprang mit einem Satz auf sein Pferd und rief: "Tarita lebt. Wir kommen später wieder. Ich will sie nicht zum Feind." Mit diesen Worten drehten die Pferde bei und liefen in die Ferne und ließen Tarita mit einem Haufen Rätzel zurück. Jetzt musste sie ihre Familie finden, den Zerstörer ihres Hofes jagen und feststellen, wer der Ring der 10, sowie diese Reiter waren. "Moment.... das gerade waren neun Reiter....der Brief ist an meinen Vater, einem Mitglied des Rings der 10.... also war das gerade dieser Ring der 10?", überlegte sie.
In den folgenden Jahren zog sie sich wieder zurück in den Wald. Als sie fast erwachsen war, also gerade am Ende ihrer Jugend, entschloss sie sich unter die Völker zu ziehen. Der Wald hatte ihr berichtet, dass die freien Völker gegen Sauron und dessen Armee kämpften und dass Sauron ein wahrlich böses Wesen sei. In der Hoffnung durch diesen Krieg auf Hinweise zu stoßen, was damals mit ihrer Familie geschehen war. Ihr Weg führte sie nach Bree, einer Menschenstadt, in der sie oft seltsame Blicke erntete. Elben schienen nicht erwünscht oder nicht normal an diesem Ort, das wusste sie nicht so genau. Sie half jedem, der ihr sympathisch war oder ihr eine gute Belohnung bat. Auch wenn sie die Menschen für sehr primitiv empfand, so halfen sie ihr ebenso, wie sie ihnen. Während sie Menschen und Dörfer vor Orcs und Billwissen rettete, so zeigten sie die Menschen ihr, wie man starke Waffen herstellte und verkauften ihr Rüstung. Eines Tages, als sie gerade im "Zum tänzelnden Pony" musizierte, sprach sie ein grün gekleidetes Wesen an: "Ihr scheint mir vom krieg zu kommen. Solltet ihr gegen Sauton kämpfen, wendet euch an Celebrian Elanesse." Dann fing er an wild mit den Armen zu gestikullieren und warf mit Elbischen Namen um sich. Un noch ehe Tarita ihn etwas fragen konnte, war er zur Tür hinaus gelaufen. Tarita rannte ihm nach, doch bereits vorm Hasthaus hatte sich das Wesen ihrem Blick entzogen.
Sie war seiner seltsamen Beschreibung gefolgt und hatte sich auch dieser Gruppe von Elben angeschlossen. Man hatte sie mit offenen Armen empfangen. Und von Tag zu Tag lernte sie mehr und hatte das Gefühl ganz langsam in eine Richtung zu kommen, mit der sie ihre Familie rächen könnte, sollte ihr mehr zugestoßen sein.
Tarita öffnete die Augen. Soviele Jahre waren vergangen. Und doch gab es kein Lebenszeichen ihrere Familie. Sie nahm den Brief des Boten aus der Tasche und drehte ihn zwischen den Fingern. Wieder wollte sie ihn öffnen und etwas in ihr gebot ihr Halt.....
[wer lust hat, kann sich gerne bei meiner geschichte beteiligen. ihr dürft schreiben was ihr wollt... mehr als das, was hier oben steht existiert nicht... weder in meine gedächnis, noch in meinen vorstellungen
ich wäre euch also sehr dankbar, wenn ihr lust hättet, mein leben fortzuführen. und fragt mich nicht was passieren soll.... wenn ihr wollt, dass ich familiär (durch den ring der 10) eine dienerin saurons wär oder aber genau das gegenteil, dann führt es durch
ich leg mein leben in eure hand. als rollenspieler, denk ich, dass ihr genug fantasie besitzt]
Ein großes Haus mit roten Dachziegeln, steht nahe dem Düsterwald. Der große Hof enthält viele Bäume mit Früchten und kleinen Feldern mit allerlei Gemüse. Eine junge Elbin, die gerademal ein mit Menschen vergleichbares Alter von 6 erreicht haben konnte, goss gerade fröhlich pfeifend das Gemüse. Eine erwachsene Elbin in einem rot-silbernen Kleid beobachtet die Arbeit des Kindes. "Das machst du sehr gut. Du bist eine hervorragende Gärtnerin, Loleìll", lobt sie ihre Tochter. "Danke Mama, der Garten ist einfach mein Leben", lachte die junge Elbin. Ein großer Elb in grüner Kleidung, einem Langschwert an der Hüfte und einen Bogen inder Hand verließ das Haus. Ihm folgte eine Elbin, die nur wenig älter als Loleìll sein konnte, ähnlich gekleidet. Doch besaß sie kein Schwert sondern nur einen kleinen Dolch. Die Mutter kam zu den beiden herüber. "Gehst du wieder mit Tarita auf die Jagt?", etwas Besorgnis klang in ihrer Stimme. Der Elb jedoch lachte freudig: "Ja. Heut Abend gibt es einen guten Braten, von unserer Tochter erlegt." "Überforder sie nicht. Sie ist noch so jung." Der Elb schüttelte den Kopf: "Achwas, sie ist groß und stark. Sie wird mal eine hervorragende Jägerin." Stolz legte er eine Hand auf Taritas Schulter und zog mit ihr in den Wald.
"Was ist los Mutter? Dein Gesicht zeigt Besorgnis", fragte Loleìll, die sich von ihrem Garten kurz gelöst hatte, um zu sehen, was ihre Schwester vorhatte. "Es besorgt mich, dass Tarita so eine große Aufgabe bekommt und dass er sie nichtmal das Elbisch lehren will. Sie wird nie mit anderen Elben reden könen. Sie wird seines Wegens vereinsamen...", sagte die Mutter mit Besorgnis und Unverständnis. Loleìlls Augen trübten sich, als sie den Kümmer ihrer Mutter verstand und sie sagte leise: "Aber sie hat mich. Ich werde es ihr beibringen, wenn Vater nicht dabei ist. Du hast mir schon viel Elbisch beigebracht. Doch hast du Recht, Vater sagt stehts, das Wild ließe sich nicht leichter jagen, wenn man es auf elbisch drum bitten würde." Die Elbin nickte und ging mit ihrer Tochter zum Familiengrab, um diese zu pflegen. Ihre Familie lebte seit anbeging der Zeit zum größten Teil auf diesem Hof, doch ließ sich das Grab seit ihrer Generation nicht mehr öffnen.
Die Bogensehne spannte sich und die Krümmung des Bogens nahm beachtlich zu. Ein Pfeil, vorne spitz genug um Haut und Fleisch mit Leichtigkeit zu durchtrennen und hinten mit Vogelfedern, für eine exakte Fluglinie, verziert, verband den Bogen und dessen Trägerin. Sie hockte hinter einem Busch, der Pfeil in das Gebüsch reichend, auf ein junges Reh gerichtet, welches gerade gemütlich am Gras zupfte. Die Augen der Jägerin waren auf das Tier und den Pfeil gerichtet. Ein letztes Mal korigierte sie die Ausrichtung ihrer Waffe. Sie hatte nur einen Versuch, sollte sie versagen, war der Braten fort und damit das Essen für ihre Familie. Dann ließ sie das Ende des Pfeiles los. Er schnellte durch die Luft, ohne einen Ast zu streifen, durch den Busch und genau auf das Reh zu. Die Fluglinie stimmte auf den Millimeter. Der Pfeil würde dem Reh den Hals durchtrennen und es damit innerhalb weniger zentel-Sekunden töten. Der Pfeil erzeugte ein leichtes Tischen, wenn er durch die Luft schnitt. Doch sollte er nicht sein Ziel erreichen. Wind kam auf und brachte den Pfeil von seiner Bahn ab. Er zog seitlich am Reh vorbei und schreckte dieses auf. Das Tier sprang auf und lief los. Doch ehe es fünf Meter gelaufen war, fiel es tot zu Boden. Ein Pfeil hatte es am Hals getroffen und getötet. Tarita sengte ihr Waffe und erhob sich. "Ich habes wieder nicht geschafft", murmelte sie. Ihr Vater tauchte aus einem Busch neben ihr auf, auch er sengte sienen Bogen, legte ihr jedoch beruhigend seine blasse Hand auf die Schulter: "Du hättest die Böe nicht vorhersehen können. Die Fluglinie war fehlerfrei. Ich bin stolz auf dich." Doch fand Tarita in seinen Worten keinen Trost, da es ihr vorkam, asl würde er dies täglich sagen und noch nie hatte sie ein Tier erlegt. Sie schnitten von einem Baum einen großen Ast ab, banden das Jungtier mit den Beinen daran, legten sich den Ast über die Schultern und schritten zurück zum Hof.
Als sie den Wald verließen und damit ihren Hof betraten, kam ihnen Taritas Mutter entgegen gelaufen. "Siehst du, sie freut sich über den Braten", grinste ihr ihr Vater zu. Dich als ihre Mutter näher kam, bemerkten sie Tränen auf ihren Wangen. Der Vater ließ den Ast fallen und lief zu seiner Frau, um zu fragen, was geschehen sei. Tarita brach unter dem Gewicht des Tieres zusammen und wurde vom Ast begraben. Da dieser ihr direkt auf die Lunge drückte, konnte sie nicht um Hilfe rufen. Mit zitternder Stimme sprach ihre Mutter etwas auf elbisch, woraufhin ihr Vater sie an der Hand packte und in Richtung Haus lief. Er hatte Tarita völlig vergessen. Ihr wurde inzwischen die Luft knapp und verzweifelt versuchte sie das schwere Tier zu bewegen, um die Last con ihrem Körper zu nehmen. "Vater", brachte sie tonlos und mit Tränen in den Augen heraus, doch ihr Vater war im Huas verschwunden und kam nicht zurück und das tote Tier war zu schwer, als dass sie es bewegen konnte. Sie kämpfte sich mit einer Hand zu ihrem Dolch vor, erreichte ihn und fing an auf den Ast einzuhacken, damit dieser vom Tier getrennt wurde und sie befreite. Da sie mit der rechten Hand links von sich schneiden musste, da die linke Hand vom Ast ebenfalls blockiert warm zog sie sich einige Schnitte und Stiche zu, ehe das Tier zu Boden plumste und ihre Lungen wieder Luft erhielten. Sie setzte sich auf und dann überrann sie der Schock und mehrmals versuchte sie ihre Tränen zu trocknen, was ihr nicht gelang.
Schließlich stand sie auf, ließ das Tier liegen und lief zum Haus. Dort fand sie ihre Mutter weinend an der Hauswand kauern, die Knie an der Brust. "Mama, was ist los? Warum weinst du?", fragte Tarita besorgt und ging in die Hocke. Ihre Mutter hob kurz den Kopf und senkte ihn gleich darauf wieder. Aus ihrem Schluchzen vernahm Tarite ein leise: "Loleìll ist weg". Es kam ihr vor, als würde ihr junges Herz stehen bleiben. Sie liebte ihre Schwester wie kein anderes Familiemitglied. Panik überkam sie und sofort lief sie in den Gemüsegarten. Doch sie fand nur Felder und Bäume, alles wie immer, doch fehlte ihre Schwester, die stets dort umherwuselte. Jetzt begriff sie, was ihre Mutter gesagt hatte. Der Schmerz in ihrer Brust war unvergleichlich. Die Leere in ihrem herzen. Tränen kamen unwillkürlich und dann entschloss sie sich, es nicht zu glauben. Sie rannte in Haus, ins Zimmer ihres Vaters. "Wo ist sie? Lole`ll kann niht einfach verschwunden sein! War jemadn hier und hat sie entführt? Ich werde ihn jagen!", rief sie ihrem Vater entgegen. Der Blick ihres Vaters kündigte nichts Gutes an und ihre Sorge bestätige sich, als er sagte: "Sie ist verschwunden. Wir fürchten sie wurde verschlept. Doch wissen wir nicht wer es war und wohin er sie brachte, wenn sie noch lebt." Er sengte den Kopf. Sein Vaterstolz war eindeutig angekratzt. Tarita schüttelte heftig den Kopf und rief, fast schreiend vor Verzweiflung: "Nein, sie ist bestimmt nur spazieren gegangen! Nein! Sie würde mich nciht allein lassen!" Mit diesen Worten flossen immer mehr Tränen und der Block ihres Vaters verriet ihr, dass sein Elbeninstinkt sagte, sie würden Loleìll wahrscheinlich nicht wiedersehen. Er nahm sie kurz in den Arm und sagte dann: "Bitte warte hier, ich muss noch etwas erledigen." Sein Umarmung löste sich, er verliße den Raum und ließ Tarita allein in seinem Arbeitszimmer zurück. Stundenlang stand sie einfach nur da und weinte und ihr Vater kam nicht zurück. Schließlich verlor sie die Kraft in den Beinen und stürzte weinend zu Boden.Dabei bemerkte sie, dass der Kleiderschrank ihres Vaters, der stets zugeschlossen war, offen stand. Etwas silbernes schimmerte durch den Spalt. Wie so oft ih ihrem Leben, siegte die Neugierde über ihre Gefühle und kurz vergas sie die Trauer über ihre Schwester. Sie stand auf und zog die Schranktür weiter auf. Ein strahlend silberner Kapuzenumhang strahlte ihr entgegen. Auf dem Regal im Schrank lag ein großer Stirnreif. Tarita legte den Reif an und den Umahng über ihre Schultern. Da sie noch sehr klein war, lag das Gewand ein gutes Stück auf dem Boden. Sie legte ihr goldenes Haar über ihre Schulter und betrachtete sich in dem Spiegel, der auf der Innenseite der Schranktür hing. "Wie eine Prinzessin", flüsterte sie zu sich selbst. Dann ertönten Schritte auf dem Flur und noch ehe sie die Brosche des Umhangs geöffnet hatte, stand ihr Vater in der Tür. Er riss die Augen auf, als er seine Tochter in dem Gewand erblickte. Schnellen Schrittes ging er auf sie zu, riss ihr den Reif vom Kopf und das Gewand vom Hals, warf die Sachen in den Schrank und verschloss diesen. Ihr Vater drehte sich zu ihr und schlug ihr ins Gesicht. Einen lauten Knall erzeugte die Ohrfeige. Tarita sengte den Kopf und wieder kamen ihr die Tränen. Sie verfluchte diesen Tag. Sie wollte gerade das Zimmer verlassen, als ihr Vater sie hoch hob und ihr sagte: "Es tut mirleid, Tarita. Ich wollte dich nicht schlagen. Auch ich leide unter dem Verschwinden von Loleìll. Ich hab mit deiner Mutter überlegt, was wir tun können. Wir wollen auf jeden Fall bis Einbruch der Dunkelheit nach ihr suchen. Wenn du willst darfst du uns helfen." Tarita wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und nickte stumm. Ihr Vater drückte sie fest an sich und ließ sie dann runter.
Tarita verliße das Zimmer ihres Vaters und ging in ihr einges. Dort legte sie ihre Jagtkleidung ab und zog ein rot-blau-goldenes Kleid an. Ihre Schwester hatte das gleiche und so fühlte sie sich ihr etwas nahe, obwohl sie fort war. Dann ging sie ins Wohnzimmer, wo bereits ihre Eltern in ähnlichen Kleidern auf sie warteten. Sie nahmen Tarita an die Hand, ihr Mutter rechts, ihr Vater links. Gemeinsam verließen sie das Haus, in der Hoffnung zu viert zurück zu kehren. Sie sahen hinter jeden Baum und auf jedem, sowie in jedem Feld. Schließlich teilten sie sich auf. Taritas Mutter suchte in der Umgebung des Hofes und in den nahen Dörfern. Ihr Vater suchte mit Tarita den Wald in der Nähe des Hofes ab, wobei Tarita im Jagtgebiet blieb und ihr Vater tiefer in den Wald vordrang. Doch Loleìll war nicht zu finden. Als der Himmel sich rot von der Abendsonne färbte, versammelten sie sich vorm Haus. Trauer zeigte sich in sechs Augen. Ihre Mutter blickte in die roten Wolken: "Glaubst du ihr ist etwas passiert?" "Ich weiß es nicht", antwortete ihr Vater und schüttelte den Kopf, "aber er kommt. Wor sollten uns schützen." Ihr Vater ging ins Haus. Taritas Mutter folgte ihm. Doch Tarita selbst ging zu den Feldern und setzte sich auf einen Feldstein. Fasziniert sag sie in den roten Himmerl, denn noch nie hatte sie es erblickt, dass Wolken und Himmel rot waren. So sehr es sie faszinierte, so sehr ängstigte sie der Himmel. "Wie Blut", dachte sie und dann schrie sie laut: "LOLEÌLL!" Ihr Ruf hallte mehrmals wieder, doch kam keine Antwort und auch keine junge Elbin angelaufen. Am Horizont tauchten immer mehr dunkle Wolken auf. Sie waren so dunkel, dass selbst das Rot des Himmels sie nichtmehr umfärben konnten. Taritas Mutter kam zu ihr und legte ihr eine Hand auf die Schulter: "Komm rein. Du sitzt schon eine Stunde hier. Es wird kalt, ich möchte nicht, dass du krank wirst." Tarita sah sie an und bemerkte, wie ihre Mutter mit sorgevollem Blick in die schwarze Wolkenmasse sah. Ihre Mutter riss sich von den Wolken los und sagte dann leise: "Komm, wir gehen rein." Sie nahm Taritas Hand und ging mit ihr ins Haus. Während ihre Mutter im Wohnzimmer blieb und mit Taritas Vater überlegte, was sie tun sollten, lag Tarita wach im Bett und ließ die Erinnerungen an ihre Schwester an ihr vorbeiziehen.
Am nächsten Morgen waren die dunklen Wolken noch immer am Horizont. Sie waren größer geworden. Ein lautes Hämmern riss Tarita aus dem Schlaf. "Wann bin ich eingeschlafen?", überlegte sie. Ihr war es vorgekommen, als hätte sie die ganze Nacht wach gelegen. Sie zog die blauen Seidenvorhänge zurück und sah, wie ihr Vater eine Art Zaun baute. Spitze Baumstämme sammte er in den Boden, sie waren etwas größer als er selbst. Zwischen den senkrechten Stämmen ragte einige spitz zur Außenseite des Hofes. Sie bekamen zwar nie Besuch, doch würde dieser Schutzwall dafür sogen, dass es so blieb. Tarita ging in die Küche um etwas zu frühstücken. In der Küche traf sie ihre Mutter. "Was macht Papa da, an den Stämmen kann man sich doch verletzten?", fragte Tarita und griff nach etwas Brot. "Das verstehst du in ein paar Jahren oder Tagen, meine Süße," war die Antwort ihrer Mutter und mit diesen Worten verließ sie das Haus. Tarita aß auf und ging ebenfalls hinaus. Vom Düsterwald her zogen Regenwolken auf. Sie lief zu ihrer Mutter, die sich jetzt um den Garten kümmern musste und gerade alles aberntete. "Mama, die sind doch noch gar nicht reif. Warum erntest du schon? Lolleìl meinte immer, dass man erst ernten dürfte, wenn die Früchte rot und groß sind. Die sind aber klein und grün." Doch wieder sagte ihr Mutter nur: "Das verstehst du in ein paar Jahren." Irgendetwas stimmte nicht, das merkte selbst sie in ihren jungen Jahren. Sie ging zu ihrem Vater und hörte ihn schon bevor sie bei ihm war sagen: "Sauron kommt. Sauron kommt!" "Wer ist Sauron Papa? Und warum wird der Himmel bald weinen?", fragte sie und zeigte auf die Regenwolken über dem Düsterwald. "Das werden wir in ein paar Tagen wissen", sagte ihr Vater, ohne von siener Arbeite abzuschaun. "Dann sag mir, waurm du so einen komischen Zaun baust!", fragte Tarita verzweifelt, denn die WOlken und das Verhalten ihrer Eltern machte ihr Angst. Ihr Vater schaute den Zaun entlang. Gut das halbe Grundstücl hatte er bereits umbaut. "Halte mich nicht von der Arbeit ab, Tarita." Wütend lief Tarita ins Haus. Sie zog ihre Jagtkleidung an und legte sich den Bogen um die Brust. "Ihr werdet schon sehen. Ich werde 2 Tiere fangen." Sie wusste selbst nicht woher die Wut plötzlich kam und warum sie plötzlich ihren Eltern beweisen wollte, dass sie eine gute Jägerin war, doch sie wollte es und außerdem hoffte sie im Wald Loleìll zu finden. Sie nahm die hintere Haustür, damit ihre Eltern nicht merkten, dass sie alleine jagen ging.
Wieder spannte sie den Bügen durch einen Busch. Wieder hatte sie ein Reh im Visier. Dieses Tier war noch jünger, es war noch ganz wackelig auf den Beinen. Es tat ihr Leid, so ein Baby zu erlgen. Schnell verdrängte sie den Gedanken und spannte den Bogen etwas stärker. Sie ließ den Pfeil los und dieser schnellte durch den Busch und zwischen Bäumen hindurch. Tarita bemerkte sofort, dass sie mal wieder einen Fehler gemacht hatte. Der Pfeil flog ein paar Centimeter über dem Tier hinweg. Das Reh riss den Kopf hoch und lief davon. "Nein! Diesmal nicht!", dachte Tarita, sprang aus dem Busch, ihren Dolch in der Hand und lief dem Tier nach. Als Elb war sie schneller als ein Mensch, doch war sie nicht schnell genug, um das Tier einzuholen. Ihre guten Augen bemerkten jedoch, dass das Reh mit jedem Schritt unsicherer wurde und schließlich passierte das, womit Tarita gerechnet hatte: es stolperte und die Elbin sprang, um die letzten Meter zwischen ihnen zu überwinden. Das Reh wollte sich wieder hochrappeln, aber als es fast stand, brach es zusammen, als Taritas Dolch es am Hals traf, es sofort tötete und die Last der Elbin es zu Boden drückte. Sie zog den Dolch aus dem Tier und wischte ihn an ihrere Kleidung ab. Sie wollte gerade einen Ast von einem Baum abtrennen, um das Tier daran zu befestigen, was den Transport erleichterte, als sie ein Rascheln hinter sich vernahm. Blitzschnell drehte sie sich um, hockte sich neben einen Baum und legte einen Pfeil in ihren Bogen. Gespannt wartete sie, bereite jeden Moment zu schießen. Dann sprang ein wütendes ausgewachsenes Reh aus dem Busch vor ihr. Tarita grinste bösartig. "Ich wollte 2 Tiere, das kommt mir gerade recht", dachte sie und ließ den Pfeil los. Da der Abstand zwischen ihr und deem Tier sehr gering war, konnte das Reh nicht schnell genug reagieren. Doch dass das Tier zu ihr gelaufen war, beunruhigte sie. Jedes normale Reh wäre geflüchtet. Sie nahm einen stabilen Ast von einem Baum und band die beiden Rehe daran. Den Ast verband sie mit ihrer Hüfte und zog schleppenden Schrittes in Richtung Hof. Die Last der Tiere zog an ihren Kräften und oft wollte sie aufgeben und ihre Beute zurücklassen. Tarita gab aber nicht auf und zum späten Nachmittag erreichte sie die Grenze ihres Hofes. Ihr Vater war fast fertig mit dem Zaun. Nur ein zweimeter breiter Abschnitt recht von ihr, war noch frei. Sie schleppte sich zur Lücke und hindurch. Ihr Vater, der gerade einen Baumstamm aufhob, um die Lücke allmählich zu schließen, ließ den Stamm und kam zu ihr gelaufen. "Tarita! Wo kommst du denn her? Ich dachte du wärst im Haus." Tarita hob erschöpft den Kopf und sagte schwach: "War ich auch. Doch hab ich es auch wieder verlassen und war jagen." Sie löste das Seil von ihrer Hüfte, machte einen Schritt zur Seite und ließ den Ast mit den Tieren zu Boden stürzen. "Der Wald ist unruhig. Das Muttertier kam zu mir", fügte sie hinzu. Ihr Vater hob sie hoch und drehte sie im Kreis. "Ich bin stolz auf dich. Zwei so prächtige Tiere. Du bist eine wahre Jägerin", rief ihr Vater stolz. Als er Tarita absetzte war ihr etwas schwindelig, doch fiel ihr auf, dass ihr Vater nicht auf ihre Warnung, dass etwas im Wald nicht stimmte, eingegangen war. Sie wollte ihn gerade darauf ansprechen, als sie in der Ferne Rauch entdeckte. Ein Dorf außerhalb des Waldes musste brennen. Sie riss sich aus der Umarmung ihres Vaters und lief zu der Straße, die zum Dorf führte. Da es jedoch hinter einem Hügel und der großen Mauer ihres Vaters lag, sah sie nur den schwarzen Rauch. Ihr Vater folgte ihr, mit der Schnur, an der der Ast mit den Rehen hing, über der Schulter. Der Blick der jungen Elbin zeigte Angst und besorgt fragte sie: "Vater...was ist im Dorf geschehen?" Doch ihr Vater antwortete nicht. Dumpf drangen Schreie und das Klirren von aufeinander treffenden Schwertern über den Hügel zu ihnen. Taritas Vater legte einen Arm um ihre Schulter und ging wortlos mit ihr und den Rehen im Schlepptau. Im Haus knuddelte sie ihre Mutter ganz stark und sagte mehrmals, wie stolz sie auf Tarita sei. Doch auch ihre Mutter reagierte nicht auf das Verhalten des Rehs oder den Brand des Dorfes. Ihre Eltern lenken sogar ab, indem sie Tarita für ihre Jagt lobten und ihre Mutter mit ihr begann die Rehe vorzubereiten. Sei zeigte ihr, wie aus Leder und Fellen Kleidung wurde und wie das Fleisch richtig zubereitet wurde. Ihr Vater ging nach draußen und beendete den Zaun. Als die ASonne am Horizont verschwand, schickte ihre Mutter sie dann ins Bett. Von der Arbeit erschöpft, schlief Tarita schnell ein. Sie träumte davon mit ihrer Schwester über den Hof zu toben. Sie umarmte sie gerade innig als jemand sie aus dem Schlaf riss. "Tarita zieh deine Jagtkleider an... schnell!", rief ihre Mutter ihr zu und warf ihr bereits Bogen und Kleidung aufs Bett. Tarita zog sich um und fragte, was los sei, doch ihre mUtter drängte nur zur Eile. Als Tarita fertig umgezogen war, griff ihre Mutter anch Taritas Waffen und hob ihre Tochter mit einem Arm hoch. Mit der Elbin im Arm verließ sie das Haus, lief durch das Tor des Zaunes und in den Wald. Es war noch tiefste Nacht und Tarita sah die Bäume nur, wenn diese gerade an ihnen vorbeizogen. "Mama, wo willst du hin?", rief Tarita, die es allmählich mit der Angst zutun bekam. "Sei ruhig!". flehte ihre Mutter mit zittriger Stimme und Tarita bemerkte, dass ihr eine Träne hinab rollte. Doch die fremden Bäume, die jetzt an ihnen vorbeizogen beunruigten sie mehr. "Mama, hier war ich nie! Wir sind zu tief im Wald. Das ist nicht mehr unser Jagtgebiet!", rief Tarita panisch und zappelte, um sich aus den Fängen ihrer Mutter zu befreien. Wieder reagierte ihre Mutter nicht und lief weiter.
Irgendwann, irgendwo um Wald blieb ihre Mutter schließlich stehen und setzte Tarita an einem großen Baum ab. Sie warf ihre Waffen neben sie, küsste sie auf die Stirn und flüsterte: "Novaer mein Schatz, novaer." Eine Träne ihrer Mutter tropfte auf Taritas Bein und dann lief ihre Mutter fort. Tarita wollte ihr folgen, doch ehe sie aufgestanden war, war ihre Mutter in der Dunkelheit des Waldes verschwunden. "Mama! Mamaaa!", schrie sie weinend. Weinend ging sie ein paar Schritte in die Richtung, in der ihre Mutter verschwunden war, jeodch ergriff sie dann die Angst vor der Dunkelheit und sie taumelte zurück zum Baum, wo ihr Bogen, einige Pfeile und ihr DOlch lagen. Noch einmal schrie sie, an den Himmel gewandt: "Mamaaa!" Keine Antwort, nur ein paar verschreckte Bägel flogen davon. Sie vergrub das Geischt in Armen und am Baumstamm. Nach einigen Tränen sank sie an dem Baum hinab und zog die Knie zur Brust, umsich in ihnen den Tränen zu ergeben. Ihre Mutter hatte sie allein gelassen. Wie konnte sie nur? Ohne dass sie es merkte schlief sie ein. Sie träumte von einem normalen Tag auf ihrem Hof. Mit ihrerem Vater, ihrer Mutter und loleìll. Gemeinsam aßen sie frühstück, Loleìll und ihre Mutter pfelgten den Garten und sie und ihr Vater jagten Rehe, Wildschweine und was sonst so in dem Wald umherlief. Hinterher spielte sie mit Loleìll ausgiebig im Garten. Am Nachmittag saß sie dann mit ihrere Schwester auf einem "Lieblingsbaum". "Mama sagt ich soll dir etwas Elbisch beibringen", sagte Loleìll zu ihr. "Aber Papa will das doch nicht", entgegenete Tarita. "Achwas. Elbisch ist wichtig. Also pass auf: Mae govannen heißt soviel wie hallo und Novaer ist Lebewohl..."
Tarita schreckte hoch. "Novaer ist lebenwohl", hallte es in ihrem Kopf. Leleìll hatte ihr nie das Eblisch gelehrt und doch fürchtete sie nun zu wissen, was ihre Mutter zu ihr gesagt hatte. Ihr fiel auf, dass sie die ganze Nacht mit den Knien an der Brust geschlafen hatte und als sie aufstand, schmerzte ihr Rücken furchbar. Sie legte ihre Waffen, die noch im Moos lagen, an und entschloss sich, den Weg heim zu suchen. Sie wusste zwar noch in welcher Richtung ihre Mutter verschwunden war, doch schien ihr die Umgebung von Schritt zu Schritt fremder. Und nach einigen Bäumen fragte sie sich verzweifelt, ob sie je wieder heim finden würde. Als sie völlig verzweifelt war, zog ein kleines Lüftchen durch den Wald. Sie erinnerte sich, dass ihr Vater mal gesagt habe, dass wenn man den Wald zu schätzen wisse, er einem stets helfen würde. Also untersuchte Tarita in welche Richtung der Wind sie wieß und legte ihren Weg etwas weiter in rechter Richtung fort. Ab und zu musste sie von ihrem Weg abweichen, um sich etwas zu essen zu jagen oder isch vor wütenden Wildschweinen zu verstecken. Mehr und mehr lernte sie, dem Wald zuzuhören. Er führte sie um Moore und Wildschweingebiete herum. Außerdem bot er ihr Nahrung und ab und an eine kleine Trinkwasserquelle. Er schützte sie vor wilden Tieren, sie kletterte danna uf Bäume und zeite ihr den Weg zu ihrem Hof, zumindest hoffte sie dies. Oft fragte sie sich, ob das wirklich der richtige Weg sein konnte, da ihre Mutter keinen Tagesmarsch mit ihr gemacht hatte und sie nun schon den Morgen des zweiten Tages hatte. Ein seltsames Prasseln holte sie aus ihren Gedanken. Über ihr schlugen die ersten Regentropfen auf die Baumkronen. Die Regenwolke, die sie vor etwa 3 Tagen bemerkt hatte, musste sie erreicht haben. Einige Minuten schützen sie die Blätter vor dem Wasser, doch schließlich konnten diese das Gewicht des Wassers nicht mehr tragen und die ersten Tropfen kamen zu Tarita hinab. Verzweifelt versuchte sie sich vor dem Regen zu schützen, doch irgendwann war auch das sinnlos und die Elbin war durchnässt bis auf die Knochen. Dabei verlor sie die Orientierung und lief zwischen irgendwelchen Bäumen hindurch, stolperte durch Moore und konnte dem Wald nichtmehr zuhören. Wahllos irrte sie umher, in der Hoffnung irgendwann einen bekannten Fleck Wald zu finden. Und plötzlich schienen ihr alle Bäume gleich auszusehen. Der Regen hörte nicht auf und die Bäume waren auch weiter unbekannt. Gegen Mittag sah sie etwas durchs nasse Moos schimmern. Sie ging darauf zu und erkannte einen ihrer Pfeile auf dem Boden liegen. Er war in zwei Teile gebrochen. Irgendein Tier war darüber gelaufen und hatte sich an der Spitze verletzt. Eine vertrocknete Blutspur, die durch den Regen verwaschen wurde, führte in die Richtung, in die der Pfeil zeigte. Doch das verletzte Tier interessierte sie nicht. Sie betrachtete den Pfeil eingehend. Es war eindeutig einer ihrer eigenen. Sie ging in die RIchtung aus der der Pfeil gekommen war. Nach wenigen Metern erkannte sie die Büsche wieder, in denen sie mit ihrem Vater gehockt hatte. Vier Tage schienen ihr wie ein halbes Leben. Doch jetzt, wo sie ihr Jagtgebiet wieder erkannte, rannte sie zwischen den Bäumen hindurch, RIchtung Hof. Ihre Kleider waren treifend nass und erschwerten ihre Schritte. Doch sie freute sich aus ihrem Schrank gleich frische Kleider zu nehmen. Jeden Meter wurde sie schneller, bis ihr plötzlich ein stechender Geruch in die Nase zog. so roch es immer, wenn sie ein Lagerfeuer gemacht hatten. Doch war dieser Geruch mehr als nur ein kleines Lagerfeuer. Wieder stieg Angst in ihr empor. Schließlich erreichte sie die Grenze des Waldes und damit drehte sich ihr der Magen um. Sie hatte erwartet vor dem großen Zaun zu stehen und das Dach des Hauses gerade so drüber hinweg zu sehen. Doch kein Zaun war dort, kein Dach, kein Haus. Ein Haufen schwarzer Asche lag vor ihren Füßen. Einige Balken standen noch morsch in der Lande. Ein rest Dachstuhl lag schwarz auf dem Boden und qualmte. Er würde auch bald restlos zu Asche zerfallen. Schwarze Rauchwolken stiegen von der Asche auf. Der Zaun war niedergebrannt. Das Haus ebenso, genau wie Felder, Bäume und Gras. Der Boden war matschig gewühlt. Tarita ging langsam RIchtung Haus oder das, was davon übrig war. Den Schutz der Bäume verlassend, traf sie der Regen jetzt bei seiner vollen Kraft. SIe blieb wieder fassungslos stehen. Obwohl jetzt Tränen angebracht waren, konnte sie keine Tränen vergießen, da der Schock zu groß war und der Himmel für sie weinte. Ganz langsam führten ihre Schritte durch den Matsch. Sie stief über einen Dachstuhlbalken und stann dann im Wohnzimmer. Ihr Zuhause war zerstört und ihre gesamte Familie war verschwunden. Entführt, tot geflüchtet - sie wusste es nicht. Mit jedem Schritt stieg sie über die Asche von ihren Kleidern, Möbeln und durch die Hauswände. Sie zückte den Bogen, bereit jeden zu erschießen, der ihre Familie das angetan hatte, doch keine Seele war soweit sie bei dem starken Regen schauen konnte. Doch als wirklich keiner kam, an dem sie ihre Wut lindern konnte, ließ sie ihren Bogen fallen. Der Bogen erzeugte ein leichtes Platschen, als er auf die nasse Asche fiel. Verzweifelt fing sie an in der Asche zu graben, als wolle sie ihr altes Leben finden. Doch das einzige, was sie fand, war etwas, das den Brand überlebt hatte: Der Strinreif aus dem Schrank ihres Vaters. Die Erinnerung an den Tag, als Loleìll verschwunden war und sie das Gewand und den Stirnreif entdeckt hatte, zog vir ihren Augen lang. Tarita wusch den Reif im Regen, sogut es ging und setzte ihn auf. Für sie war der Reif eine Verbindung zu ihrer Familie, ihr einziges Erinnerungsstück. Und als sie den Reif augesetzt hatte, schloss sich für sie ein Kreis. Plötzlich verstand sie warum ihr Vater den Zaun gebaut hatte und warum ihre Mutter sie im Wald zurückgelassen hatte. Was es mit dem brennenden Dorf auf sich hatte udn warum schon Tage zuvor der Himmel am Abend geblutet hatte und die Regenwoken über ihnen hingen. Der Himmel hatte sie gewarnt, dass der Feind kommt. Und als ihr Vater den Schutzwall gebaut hatte, war der Feind bereits im Dorf gewesen. Mit dem Zaun hatte ihr Vater versucht ihren Hof zu schützen und ihre Mutter wollte ihr das Leben retten, als sie merkte, der Zaun würde nicht reichen. Und es hatte geklappt - Tarita lebte. Doch fehlte ih Zuhause und ihre Familie. Sie setzt sich an den Waldrand an einen Baum, den Bogen auf dem Schoß, den Stiornreif tragend und wartete und hoffte, dass irgendjemand ihrere Familie kommen würde. Der Regen lief an ihr hinab. Sie konnte es nicht fassen. All ihre Sachen zerstört, ja sogar ihr Leben. Alles hatte sie verloren. Irgendwann schlief sie dann ein und träumte seit langem mal wieder nichts.
Am Morgen des nächsten Tages hatte es aufgehört zu regnen, doch Wolken bedeckten nach wievor den Himmel. Ein Hufgetrappel weckte Tarita aus ihrem Schlaf. Al ssie erkannte, was sie aus dem Schlaf geholt hatte, legte sie sofort den Bogen an, aus Angst, der Feind könnte zurückgekehrt sein. Sie sah wie ein Reiter auf einem dunklen Pferd zum Hof ritt. Er trug ein ähnliches Gewand, wie das, das sie bei ihrem Vater gesehen hatte, nur nicht ganz so strahlend. Genau genommen wirkte es regelrecht abgenutzt. Er hatte die Kaputze über den Kopf gezogen, sodass Tarita seinen Augen nicht ansehen konnte, ob er gute Absichten hatte oder nicht. Der Reiter stieg ab und ließ das Pferd vor dem ehemaligen Zauntor stehen. Zitternd vor Angst spannte Tarita den Bogen. Der Reiter ging in RIchtung des Hauses. Er schien etwas zu suchen. Irgendwann fiel sein Block auf Tarita und schnellen Schrittes, jedoch wortlos, ging er auf sie zu. Doch sie konnte ihre Angst und Wut nicht mehr kontrollieren und so ließ sie den Pfeil los. Dieser jagte mit einer monströsen Geschwindigkeit durch die Luft. Die Tage im Wald hatten Tarita geholfen den Bogen zu meistern und so verfehlte sie ihr Ziel nur noch äußerst selten. Ehe ein Atemzug borbei war, fiel der Reiter tot zu Boden. Taritas Pfeil in seiner Brust. Vorsichtig, sich ständig nach weiteren Reitern umsehend ging sie zu dem Toten. Er war vorn über gekippt und seine Kaputze hatte sich von seinem Haupt gelöst. Er hatte goldenes Haar, lang und geflochten. In mehreren Punkten bemerkte Tarita eine Ähnlichkeit zu sich. Schnell verstand sie, dass er von ihrem Volk, ein Elb aus dem Düsterwald war. Doch gehörte er nicht ihrere Familie an. Sie drehte ihn auf den Rücken und suchte in sienen Taschen nach einem Hinweis, was er auf ihrem Hof wollte. Erst meinte sie nichts zu finden, doch entdeckte sie dann in einer gut versteckten Innentasche einen versiegelten Brief. Tarita nahm ihn an sich und betrachtete die Borderseites des Umschlags: "An Galbor vom Ring der 10". Galbor war ihr Vater und bei dem Gedanken, er könne so tot, wie dieser Reiter sein, stiegen ihr Tränen in die Augen. Sie ging zurück zum Wald und setzte sich wieder an einen Baum. Mehrmals drehte und wendete sie den Brief, doch irgendwas hielt sie davon ab, ihn zu öffnen. Immer wieder wollte sie das Siegel brechen und jedesmal schrie etwas in ihr, es zu lassen. So saßsie da und betrachtete den Umschlag. Es war teures Papier. Ihre Eltern hatten so ein Papier zwar im Haus gehabt, doch nie verwendet, da es für alles immer zu schade gewesen wäre. Der Tag zog dahin und ab und an verschwand Tarita im Wald um sich Essen und Trinken zu beschaffen. Den Brunnen von ihrem Hof wollte sie nicht benutzen, da sie nicht wusste, ob dieser nicht vergiftet wurde. Und sie war fest entschlossen zu überleben. Sie musste ihre Familie finden oder rächen. Aber vor allem wollte sie Loleìll finden. Als es Abend wurde und sie allmählich darüber hinweg war, einen ihres Volkes, einen Boten, getötet zu haben, ertönte in der Ferne wieder Hufgetrappel. Doch dieses Mal mussten es mehrere Pferde sein. Tarita zog ihren Bogen und versteckte sich schützend hinter einem Baum. Neun weiße Pferde mit silbernen Gewändern ritten in schnellem Galopp auf ihren hof zu. Als sie das Elend sahen, bremsten sie schlagartig ab. Der Bote musste von diesen Reitern stammen. Alle hatte die Kaputze übern Kopf gezogen, sodass Tarita nur an ihrem Körperbau raten konnte, dass es Elben waren. Loleìll hatte ihr erzählt, die anderen Völker wären kleiner als Elben. Einer der Reiter stieg von seinem Pferd und ging zu dem toten Boten. Als er den Pfeil in dessen Brust entdeckte und diesen kurz inspiziert hatte, lief er, mit wehendem Gewand zurück zu seinem Pferd und den anderen acht Reitern. Er sprang mit einem Satz auf sein Pferd und rief: "Tarita lebt. Wir kommen später wieder. Ich will sie nicht zum Feind." Mit diesen Worten drehten die Pferde bei und liefen in die Ferne und ließen Tarita mit einem Haufen Rätzel zurück. Jetzt musste sie ihre Familie finden, den Zerstörer ihres Hofes jagen und feststellen, wer der Ring der 10, sowie diese Reiter waren. "Moment.... das gerade waren neun Reiter....der Brief ist an meinen Vater, einem Mitglied des Rings der 10.... also war das gerade dieser Ring der 10?", überlegte sie.
In den folgenden Jahren zog sie sich wieder zurück in den Wald. Als sie fast erwachsen war, also gerade am Ende ihrer Jugend, entschloss sie sich unter die Völker zu ziehen. Der Wald hatte ihr berichtet, dass die freien Völker gegen Sauron und dessen Armee kämpften und dass Sauron ein wahrlich böses Wesen sei. In der Hoffnung durch diesen Krieg auf Hinweise zu stoßen, was damals mit ihrer Familie geschehen war. Ihr Weg führte sie nach Bree, einer Menschenstadt, in der sie oft seltsame Blicke erntete. Elben schienen nicht erwünscht oder nicht normal an diesem Ort, das wusste sie nicht so genau. Sie half jedem, der ihr sympathisch war oder ihr eine gute Belohnung bat. Auch wenn sie die Menschen für sehr primitiv empfand, so halfen sie ihr ebenso, wie sie ihnen. Während sie Menschen und Dörfer vor Orcs und Billwissen rettete, so zeigten sie die Menschen ihr, wie man starke Waffen herstellte und verkauften ihr Rüstung. Eines Tages, als sie gerade im "Zum tänzelnden Pony" musizierte, sprach sie ein grün gekleidetes Wesen an: "Ihr scheint mir vom krieg zu kommen. Solltet ihr gegen Sauton kämpfen, wendet euch an Celebrian Elanesse." Dann fing er an wild mit den Armen zu gestikullieren und warf mit Elbischen Namen um sich. Un noch ehe Tarita ihn etwas fragen konnte, war er zur Tür hinaus gelaufen. Tarita rannte ihm nach, doch bereits vorm Hasthaus hatte sich das Wesen ihrem Blick entzogen.
Sie war seiner seltsamen Beschreibung gefolgt und hatte sich auch dieser Gruppe von Elben angeschlossen. Man hatte sie mit offenen Armen empfangen. Und von Tag zu Tag lernte sie mehr und hatte das Gefühl ganz langsam in eine Richtung zu kommen, mit der sie ihre Familie rächen könnte, sollte ihr mehr zugestoßen sein.
Tarita öffnete die Augen. Soviele Jahre waren vergangen. Und doch gab es kein Lebenszeichen ihrere Familie. Sie nahm den Brief des Boten aus der Tasche und drehte ihn zwischen den Fingern. Wieder wollte sie ihn öffnen und etwas in ihr gebot ihr Halt.....
[wer lust hat, kann sich gerne bei meiner geschichte beteiligen. ihr dürft schreiben was ihr wollt... mehr als das, was hier oben steht existiert nicht... weder in meine gedächnis, noch in meinen vorstellungen