Re: Aiya Ereinion Gil-galad! (RP Mitschreibprojekt)
Verfasst: Mi 30. Mär 2011, 13:22
Als der Kampfeslärm erbebte, stürzte Lugaidh aus dem Zelt, in dem er und seine Freunde schon seit Tagen lagerten.
"Glamhoth" rief er und zog sein Schwert, in einem hellen Ton erklang die Klinge, als sie sich nackt und fahl gen Sonne richtete.
Doch Lugaidhs Kampfesmut erstarb.
Das, was er hörte, war nicht der hässliche Ton der Horden Morgoths.
Helle Trompeten riefen Sturm, mächtige Fanfaren der Noldor aus dem Hause Fëanors. Schon einmal hatte er sie gehört, von weither während der grossen Schlacht in der Anfauglith.
Die Erde bebte unter ihrem Klang, doch seine einstige Reinheit war verloren. Ein gewaltiger Seufzer wohnte in diesen Rufen, denn der Schatten eines zähen Unheils lag auf ihnen. Lugaidh senkte das Schwert. Ihm war, als sähe er das schöne und schreckliche Gesicht des Schöpfers der Silmaril, als hörte er seinen donnernden Ruf, als er den furchtbaren Eid sprach, Worte der Macht, selbst von einer Flut von Jahren nicht verdeckt.
Fürst Maedhros selbst eilte seinen Brüdern und seinen Heerscharen weiter östlich voran, doch seine gewaltige, einst geläuterte Macht war umfinstert, denn gegen sich selbst und gegen sein Volk hatte er sein Schwert gezogen.
Die Vorhut hatte im Westen bereits die Flanken überrant, Zelte standen in Flammen, gepanzerte Noldor durchsuchten den Schutt.
Überall lagen Erschlagene, ihre aufgerissenen Augen blickten starr zum Himmel, der sich hinter dem Rauch der Brände verbarg. Die Sterne hatten sich verschleiert.
Ein hochgewachsener Krieger stürmte auf Lugaidh zu, doch dieser packte ihn mit aller Kraft am Schwertarm.
"Bruder!
Nicht kenne ich Dich, noch weiss ich, wie Du heisst.
Wir sind Euresgleichen. Du weisst das. Hör auf Dein Herz..."
Sein Blick begegnete den Augen des Gegners, und er sah in ihnen die Zeichen des entsetzlichen Eides, das Feuer unausweichlicher Verzweiflung.
Der Eid war mächtiger als die Freundschaft, und es gab keine Hoffnung in einer Welt, wo der Dunkle Feind Tag für Tag obsiegte.
"Verzeih mir, Freund. Verzeih Varda uns allen."
Kaum vermochte der Elbenkrieger, diese Worte zu formulieren.
Blitzartig rückte er vor, die Schneide seiner Klinge drang in Lugaidhs Schulter und warf ihn gegen die Zeltwand.
Als der tödliche Hieb niedersauste, sprang ein Speerschaft aus der Seite vor. Faradir lenkte die Waffe ab, sie fuhr tief in den Boden. Seine offene Hand traf den Noldo in die Seite und schleuderte ihn vom Zelt weg.
Vibrierende Macht schien um den alten Elben zu sein. Er half Lugaidh aufzustehen, zusammen mit den anderen Freunden flohen sie, denn sie mochten es nicht übers Herz bringen, ihresgleichen zu töten. Stets hatten in Gondolin Noldor und Sindar in unlöslichen Banden zusammen gelebt und gearbeitet; Unaussprechliches Grauen verfolgte sie nun, das Grauen des Sippenmordes.
Vielen gelang die Flucht, doch viele blieben erschlagen auf der Stätte des Unheils liegen. Die Söhne Fëanors hatten den Sieg davongetragen.
"Glamhoth" rief er und zog sein Schwert, in einem hellen Ton erklang die Klinge, als sie sich nackt und fahl gen Sonne richtete.
Doch Lugaidhs Kampfesmut erstarb.
Das, was er hörte, war nicht der hässliche Ton der Horden Morgoths.
Helle Trompeten riefen Sturm, mächtige Fanfaren der Noldor aus dem Hause Fëanors. Schon einmal hatte er sie gehört, von weither während der grossen Schlacht in der Anfauglith.
Die Erde bebte unter ihrem Klang, doch seine einstige Reinheit war verloren. Ein gewaltiger Seufzer wohnte in diesen Rufen, denn der Schatten eines zähen Unheils lag auf ihnen. Lugaidh senkte das Schwert. Ihm war, als sähe er das schöne und schreckliche Gesicht des Schöpfers der Silmaril, als hörte er seinen donnernden Ruf, als er den furchtbaren Eid sprach, Worte der Macht, selbst von einer Flut von Jahren nicht verdeckt.
Fürst Maedhros selbst eilte seinen Brüdern und seinen Heerscharen weiter östlich voran, doch seine gewaltige, einst geläuterte Macht war umfinstert, denn gegen sich selbst und gegen sein Volk hatte er sein Schwert gezogen.
Die Vorhut hatte im Westen bereits die Flanken überrant, Zelte standen in Flammen, gepanzerte Noldor durchsuchten den Schutt.
Überall lagen Erschlagene, ihre aufgerissenen Augen blickten starr zum Himmel, der sich hinter dem Rauch der Brände verbarg. Die Sterne hatten sich verschleiert.
Ein hochgewachsener Krieger stürmte auf Lugaidh zu, doch dieser packte ihn mit aller Kraft am Schwertarm.
"Bruder!
Nicht kenne ich Dich, noch weiss ich, wie Du heisst.
Wir sind Euresgleichen. Du weisst das. Hör auf Dein Herz..."
Sein Blick begegnete den Augen des Gegners, und er sah in ihnen die Zeichen des entsetzlichen Eides, das Feuer unausweichlicher Verzweiflung.
Der Eid war mächtiger als die Freundschaft, und es gab keine Hoffnung in einer Welt, wo der Dunkle Feind Tag für Tag obsiegte.
"Verzeih mir, Freund. Verzeih Varda uns allen."
Kaum vermochte der Elbenkrieger, diese Worte zu formulieren.
Blitzartig rückte er vor, die Schneide seiner Klinge drang in Lugaidhs Schulter und warf ihn gegen die Zeltwand.
Als der tödliche Hieb niedersauste, sprang ein Speerschaft aus der Seite vor. Faradir lenkte die Waffe ab, sie fuhr tief in den Boden. Seine offene Hand traf den Noldo in die Seite und schleuderte ihn vom Zelt weg.
Vibrierende Macht schien um den alten Elben zu sein. Er half Lugaidh aufzustehen, zusammen mit den anderen Freunden flohen sie, denn sie mochten es nicht übers Herz bringen, ihresgleichen zu töten. Stets hatten in Gondolin Noldor und Sindar in unlöslichen Banden zusammen gelebt und gearbeitet; Unaussprechliches Grauen verfolgte sie nun, das Grauen des Sippenmordes.
Vielen gelang die Flucht, doch viele blieben erschlagen auf der Stätte des Unheils liegen. Die Söhne Fëanors hatten den Sieg davongetragen.