Die ersten Tage im Lager der Thela Estel - closed -

Eine Menge Schriftrollen seht ihr vor Euch auf dem Tisch liegen. Zögernd greift ihr Euch eine und beginnt zu lesen und zu verstehen.
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Silbion
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Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]

Beitrag von Silbion »

Silbion wollte einige Worte der Beschwichtigung sagen, aber als Sorewn von ihren Träumen sprach, war es ihm als würde ein kalter Windhauch seinen Rücken entlangwehen.

Ein anderer Elb hätte wohl einfach nach den Träumen gefragt, waren sie doch wichtige Wegweiser auf dem Weg des eigenen Schicksals, aber bei Silbion schlugen diese Worte etwas an, wie ein reiner Ton auf der Laute, der einige Saiten mitschwingen lies

So klang es eher dumpf und vielleicht sogar ein bisschen ängstlich, als er dann endlich fragte, "Wollt ihr vielleicht über eure Träume reden?"

Wenn immer der Klügere nachgibt, wird die Welt von den Dummen regiert.
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Meliamne
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Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]

Beitrag von Meliamne »

Etwas mit skeptischem Blick verfolgte die Maethor Maethilrian aus einigen Schritt Entfernung das Geschehen um den Neuling. Unbeirrt jedoch glitt ihr Wetzstein über die zu schärfende Klinge und gab seinen leisen Gesang bei einer jeden festen Armbewegung frei. Sie wechselte den Stein nur ab und zu gegen ein abgenutztes Ledertuch aus und wischte sanft über die Schneide hinweg, neuen Glanz heraufbeschwörend.

Auch wenn sie aus der Ferne nicht alles verstehen konnte, schüttelte sie dennoch leicht den Kopf, behielt ihre Gedanken aber für sich und ließ schließlich die Augen wieder auf ihre Arbeit sinken.
Illiraen
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Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]

Beitrag von Illiraen »

Nicht unweit vom Lager auf einem der Felsen saß Illiraen, wie immer beobachtete sie das treiben der anderen. Sie wusste, das sie ein Teil des Ganzen war und doch war sie allein.

Sie saß da und schaute in den Himmel, in jenem Moment krächzte ihr gefiederter Freund auf und sie nickte nur. Rabe hatte Hunger und würde sich in der Nähe etwas essbares suchen und dann zurückkehren.

Ihr Blick ging wieder zu den anderen im Lager. War sie nicht doch nur ein Klotz am Bein? Sie konnte nicht einmal mit einer richtigen Waffe, wie einem Schwert umgehen. Sie kam sich reichlich hilflos vor bei den Übungen, die sie machten.

Doch sie würde durchhalten und weiter üben und ihr Bestes geben.
Tolkien Begeisterte, aber HdRO-Anfängerin, lasst also Rücksicht walten, wenn ich was falsches sage oder tue. ;)
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Colgael
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Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]

Beitrag von Colgael »

Virindil war aufgestanden und auf seinem Weg durch das Lager bis zu Sorewns Feuer gekommen. Er nahm ihren Umhang vom Boden auf und reichte ihn wortlos Sorewn. Im flackernden Licht des Feuers waren seine Augen kaum zu sehen; ebenso sein Gesichtsausdruck.
Álalme ruinë! Árimpa laime! - Blühe auf, Flamme! Fliehe, Schatten!
Sorewn
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Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]

Beitrag von Sorewn »

Sie hob den Blick und sah Silbion einen Moment an, seine Frage war ein flüstern,
und es war als spürten sie beiden dass es nicht nur Worte waren,
sie hatte nie sonderlich darauf geachtet, aber das was sie nun spürte,
eine Art Angst, die nicht nur von ihr aus ging, sie war an seiner Haltung seinen Worten abzulesen,
aber noch viel deutlicher als diese äußerlichen Anzeichen konnte sie es spüren und sie verstand nicht wieso es so war, das es ihr so ging wenn es um ihre Familie ging, das konnte sie sich erklären aber das nun war so anders.
Vielleicht weil es zum ersten Mal jemanden betraf der nicht ihrer Familie angehörte.
Ebenso leise und unsicher waren ihre Worte die sie nun an ihn richtete.
Er verstand die alte Sprache, eine Sprache die längst bei vielen in Vergessenheit geraten war.
Doch ihre Mutter hatte seit ihrer Kindheit nur so mit ihr gesprochen.
Solange bis es ihr in Fleisch und Blut übergegangen war und sie diese Sprache besser sprach als das Sindarin, so war es einfacher Ohren die es nichts anging zu verschließen ohne das sie ein Geheimnis daraus machen musste das sie mit ihm sprach.

„Seit ihr euch sicher das ihr das wissen wollt? Ich selbst weiß nicht was ich davon halten soll, es ist alles so unwirklich und doch war es so intensiv wie kaum etwas anderes das ich bisher sah.“

Ihr Blick wanderte zu seiner Rüstung, dunkel wie die Nacht, nur das Feuer verriet das sie eigentlich einen Grünen Farbton hatte, wieder durchlief sie ein kalter schauer als sie an die letzten Minuten ihres Traumes denken musste, an das Bild das sich ihr bot, an ihr eigenes entsetzen und ihre Angst wuchs das sie sich nicht irren könnte.
Das sie das puzzle richtig zusammen gesetzt hatte, zumindest begann sie es zusammen zu setzen, aber es fehlten noch teile, teile die er ihr vielleicht beantworten könnte.
Alles in ihr weigerte sich die Wahrheit, das was sie gesehen hat anzuerkennen.

„Ich habe Angst das ich recht habe, und dann würde ich nicht verstehen warum. Wieso jemand so etwas tun kann, solche Grausamkeit gegen sein eigenes Volk.“

Sie schloss grade die Augen als sie ein Geräusch auf sich und Silbion zukommen hörte, sie drehte den Kopf in die Richtung und sah Virindil der dazu gekommen war und der ihr ihren Umhang reichte, sie nahm ihn still entgegen, ob er etwas gehört hatte? Bei ihm wusste sie dass er die alte Sprache verstand, sie hatte ihn selbst so sprechen hören.
Er war ein Krieger…alt…und gerissen, jemand der schon viel gesehen hatte.

„Wieviel grauen kann ein Herz ertragen eh es stirb und in die Dunkelheit stürzt? Wann weiß man ob ein Kampf sich noch lohnt? Hat das alles überhaupt noch einen Sinn? Warum kämpfen? Die Völker dieser Welt werden nicht aufhören gegenseitig Krieg zu führen.“

Sie blickte auf den Umhang und ihre Hände, ja sie zweifelte, zweifelte an der Richtigkeit ihres Tuns, an dem Sinn ihres Daseins, ihre Tante hatte ihr vor Jahren mal erzählt das ihre Mutter in dieser Phase in der sie nun war sich aufgegeben hatte und der Dunkelheit gefolgt war, das sie alles vergessen hatte was rein und gut war, für ihre Ziele war sie bereit über Leichen zu gehen, und es war ihr gleichgültig das ihre eigene Familie unter ihren Taten litt.
Ihr eigener Bruder war eigentlich ein Beweis dessen wie bösartig ihre Mutter sein konnte, mit welcher Hinterlist und Skrupellosigkeit sie ihre Ziele verfolgte.
Sie erzählte ihr das ihr Vater sie davor gerettet habe in ihrem eigenen Hass unterzugehen.

Seufzend legte sie sich den Umhang über die Schultern, sie fror obwohl es nicht wirklich kälter war als sonst, aber dennoch fröstelte sie.
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Silbion
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Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]

Beitrag von Silbion »

Seit ihr euch sicher das ihr das wissen wollt? Dieser Satz hallte tief in Silbion nach. Wollte er es wirklich wissen, war nicht die Unwissenheit manchmal mehr Segen als Fluch. Ganz egal was sein Onkel ihm erzählt hatte. Sein Onkel, seine Mutter und er hatten ebenfalls untereinander nur Quenya gesprochen, ausser sein Vater, ein Sinda war anwesend. So hatte der Klang der alten Sprache immer etwas vertrautes, etwas familäres an sich- und genau dies schürte seine Unruhe.

Was auch immer Sorewn ihm sagen wollte, es hatte wohl mit ihm zu tun und war er nicht genau deswegen hierhergekommen, in das Lager der Thela Estel um zur Ruhe zu kommen, um Klarheit zu finden. Allerdings sah er den dunklen Schatten, wie unter Wasser vorbeigleiten- hatte es nicht geheissen, daß er mit dieser Vermutung, mit dieser Angst Unrecht hatte. Betrübt blickte er drein als er sagte, "Ich denke ich möchte es wissen! Von welcher Grausamkeit sprecht ihr, vielleicht kann ich euch helfen?"

Wenn immer der Klügere nachgibt, wird die Welt von den Dummen regiert.
Sorewn
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Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]

Beitrag von Sorewn »

Sie blickte Virindil einen Moment an, beschloss dann aber dass sie es dennoch erzählen konnte.
Er war alt genug das er wusste das manche dinge nicht weiter erzählt werden sollte,
sie bot Silbion einen Platz am Feuer an, es war besser wenn er sich setzen würde,
ihr selbst lag es schwer auf der Seele und die Aussicht darauf das sie all die Grausamkeiten wieder ans Tageslicht befördern musste gefielen ihr nicht, die Erinnerungen waren so noch schlimm genug, aber um es erzählen zu können würde sie sich wieder in die Situation hineinversetzen müssen.
Sie atmete tief durch und zog den Umhang noch enger um sich, Schweißperlen standen auf ihrer Stirn und doch war ihr so kalt, sie schloss die Augen für einen Moment, sie atmete einmal tief durch und öffnete die Augen dann wieder, eh sie mit leiser bebender Stimme begann zu erzählen, jedoch blieb bei dem Quenya.

„Es war nachts, eine Stadt…oder ein Dorf, ich bin mir nicht sicher….alles stand in Flammen, die feuer fraßen sich durch die Mauerwerke, ließen Dächer und ganze Mauern in sich zusammenstürzen als seien sie aus Papier. Überall aus den Gassen und Gängen der Straßen hallten die schreie verwundeter Krieger hervor, aus den Häusern drangen die rufe derer die eingeschlossen wurden und die in ihren Häusern verbrannten.
Überall wurde gekämpft, ich konnte es erst nicht sehen da der dichte rauch mir die Sicht nahm aber ich hörte das überall die Kämpfe tobten, das schlagen wenn Metall auf Metall trifft, das sirren der Pfeile in der Luft.
Überall lagen Leichen in riesigen Blutlachen auf dem Boden, es gab einen Brunnen auf einem zentralen Platz, das Wasser darin rot vom Blut der gefallenen, es roch nach verbrennenden Leichen, nach Blut alles war durchtränkt von dem beißenden alles verschlingenden Qualm des Feuers.“

Ihre Stimme wurde leiser, sie beobachtete Silbion während sie sprach, suchte in seiner Haltung eine Art halt um nicht gänzlich zurück in dieses Chaos gesogen zu werden das ihr Herz mit Angst erfüllte.

„Orks, Menschen, Elben, alle kämpften gegeneinander. Menschen gegen Elben, Elben gegen orks….Es war dieses Heer das dort in diesem unsagbaren Chaos umherirrte, keine Form, keine Linie, niemand achtete auf den anderen, jeder kämpfte nur um sein nacktes überleben. Verwundete versuchten den Flammen zu entkommen, die wenigen Zivilisten die nicht in ihre Häuser gesperrt waren, oder wo die Türen nicht verbarrikadiert waren, versuchten den Elben zu helfen. Das klagen von verletzten, das wimmern von Zivilisten die um ihr Leben bangten mischte sich in die Kampfgeräusche.
Ich selbst entkam nur einem Angriff eines Orks der mich von Hinten erwischen wollte, weil meine Instinkte trotz dieses Umfeldes nicht versagten.
Ich streckte ihn nieder und mein Speer, meine Rüstung war voller Blut, ich weiß nicht wieviele davor schon auf diese Weise starben, aber dieses Wesen lachte noch während er mit dem Tode kämpfte lachte er mich aus, lachte über den Versuch noch etwas zu retten, und er sagte das es mir niemals gelänge irgendwen zu retten.
Ich wollte seine lügen nicht glauben…weigerte mich auch nur eines dieser worte anzuerkennen,
getrieben von einer inneren Unruhe rannte ich durch die Gassen, ich hatte nicht die zeit mich nach um die anderen zu kümmern, ich wusste das irgend etwas wichtiger war.
Und doch an jedem an dem ich vorbei lief erkannte ich ein Gesicht das ich hier schon einmal gesehen habe. Es war als sehe ich einen Haufen toter vor mir die es nur noch nicht wissen.
Während meiner suche durchlief ich viele Gassen, überquerte etliche Kreuzungen, und überall bot sich dasselbe Bild.
Ich weiß nicht wieviele Gassen ich hinter mir lies und vielleicht lief ich auch das ein oder andere mal im Kreis, aber als ich eine der Gassen verlies und in eine andere biegen wollte, sah ich auf einem kleineren Platz als dem an dem ich mein Umfeld wahrgenommen habe etwas das so nicht sein darf, was niemals passieren darf.“


Sie schluckte schwer und sie wagte es kaum auf den Kern ihres Traumes zu sprechen zu kommen, ihr Blick aber ruhte auf ihm, ängstlich und traurig, als ahne sie tief in ihrem inneren das sie das was sie gesehen hatte stimmte.

„ich sah wie zwei Elben miteinander Kämpften. Der eine in den Farben des Sonnenturms, der andere aber…seine Rüstung wirkte Schwarz als hätte man sie aus dem Nachthimmel gefertigt. Der Helm verbarg das Gesicht, ich spürte das es ein Verbrechen war, eines gegen die eigene Rasse, alles in mir schrie nach verrat…warum würde jemand alles verraten, ich verstand es nicht, aber ich wollte verhindern das der Krieger der zu uns gehörte fiel, aber ich konnte es nicht…ich war nicht schnell genug, mein Speer und meine Beine gehorchten mir nicht, so musste ich mit ansehen wie der Krieger fiel, niedergestreckt durch die Hand des schwarzen, ich weiß das es ein Elb war, denn sein Körperbau, seine Haltung und seine Augen….Liesen nichts anderes zu. Ich schrie ihn an er solle es nicht tun aber eh meine Worte ihn erreichten war bereits alles zu spät, der Krieger des Sonnenturms stürzte zuboden und blieb reglos liegen, der Schmerz den ich empfand war unerträglich…denn auch sein Gesicht war mir nicht unbekannt.
Mein ruf jedoch bewirkte das mich der schwarze Krieger ansah…und seine Augen leuchteten unter dem Helm und in dem Licht des Feuers unheimlich und unmenschlich."


Tränen schimmerten in ihren Augen und ihr Magen sog sich krampfhaft zusammen während sie Silbion weiter ansah, sie war sich unsicher ob sie weiter sprechen sollte, hatte angst das auszusprechen was sie glaubte und auch er schien zu ahnen was sie sagen wollte.

„Ihr wart es den ich dort in dem Feuer sah…ihr wart es der den tödlichen Hieb gegen einen freund ausführte. Und auch wenn ich euer Gesicht nicht sah…erkenne ich euch doch wieder. Ich kann es nicht erklären, aber ich spüre dass ich recht habe. Aber noch immer verstehe ich nicht warum…ich vertraue kaum jemanden hier so wie euch. Und doch…kann es nicht anders sein. Ich weiß nicht was passiert ist, oder was euch zu solch einer Gräueltat befähigt, aber es muss etwas Dunkles und sehr Mächtiges sein, und auch jetzt spüre ich es, aber nicht so intensiv wie in meinem Traum.“

Ihre Stimme war sehr leise geworden, so das sie nur noch einem leisen flüstern im Wind glich, sie wusste wie solch eine Anschuldigung wirken musste, aber sie konnte sich nicht irren, es war einfach zu deutlich. Und würde sie versuchen die Vision erneut heraufzubeschwören würde sie vielleicht klarer sehen aber genau davor hatte sie angst, sie hoffte das es einfach nur ein Traum war, ein Traum hervorgerufen aus angst vor dem was auf sie alle zukommen könnte, es musste einfach nur ein Albtraum ohne Bedeutung sein, denn die Wahrheit wäre zu grausam.
Sie wagte es nicht ihn anzusehen, tränen schimmerten in ihren Augen und anstatt sich besser zu fühlen weil sie jemanden erzählte was sie gesehen hatte fühlte sie sich noch elender.
Ihr Herz hatte angefangen für sie zu sprechen, hatte etwas in Gang gebracht was so nicht sein durfte und sie war machtlos es zu verhindern.
Am liebsten wäre sie aufgestanden und einfach fortgelaufen, aber wie weit wäre sie schon gekommen?
Dieser schmerz würde sie überall wieder einholen, und die Gewissheit auf die Aussichtslosigkeit machte ihrer eh schon angeschlagene Seele keinen Gefallen.
Schweigend saß sie deswegen nun da und starrte in die Flammen und wünschte sich doch dass sie einfach davon verschlungen werden würde, damit sie niemanden mehr mit ihren Träumen Leid zufügen konnte.
Denn sie wusste das ihre Worte nicht so haltlos waren wie sie es sich einzureden versuchte.
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Silbion
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Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]

Beitrag von Silbion »

Silbion hatte sich zunächst im Schneidersitz zum Feuer gesetzt, aber während der Erzählung die Knie an die Brust angezogen und sie mit seinen Armen umschlungen.

Seine meerblauen Augen hatten aufmerksam Sorewn beobachtet und wurden nach und nach mit dem Schrecken erfüllt.

"Das kann nicht sein, ihr müsst euch irren, ich möchte anderen helfen...ich könnte nie jemanden wissentlich Leid zufügen...oder gar..."
, sagte er, aber seine Stimme klang seltsam rauh, so als müsse er die Tränen zurückhalten. "Ich....seit ihr euch sicher, dass es die Wahrheit ist, die ihr gesehen habt und nicht vielleicht nur eine Folge des harten Trainierens hier.", etwas wie Hoffnung schimmerte kurz in seinen Augen auf.

War es also wahr, dachte er...kaum war er hier griff auch schon der dunkle Schatten wieder nach ihm und diesmal eine eindeutige Drohung, dass er Leid und Tod über die Elben hier bringen würde. Musste er schon wieder gehen, aber wohin denn diesmal....in die Einsamkeit, getrieben von Ort zu Ort keine Heimat mehr, keine Leute, die sich um ihn sorgten, so wie er um sie. Nein, auf gar keinen Fall wollte er dieses Schicksal haben. Aber hatte er als Elb überhaupt eine Chance seinem Schicksal zu entkommen. Und das wirklich Schlimme wahr, dass er sich diese Angelegenheit nur eingehandelt hatte, als er damals Hiril Amarthil und ihrem Gefolge helfen wollte.

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Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]

Beitrag von Sorewn »

Sie blickte ihn an, beobachtete seine Reaktionen, und es war genau so wie sie erwartet hatte,
es war nicht leicht und ihre Aussagen waren gewagt, aber sie war sich immer sicherer dass sie sich nicht irrte, war davon überzeugt dass ihr Traum stimmte, aber ob es eine Vision war? Sie wusste es nicht, es war eigentlich viel zu schrecklich um wahr zu sein, und doch hatte sie so intensiv noch nie geträumt. Sie blickte für einen Moment weg, sie sah seine schwache Hoffnung in seinen Augen, die fast schon verzweifelte Suche danach das sie ihm sagte das sie sich irrt, oder das es wirklich nur ein Traum war der durch ihre Angst ans Tageslicht kam, aber hätte sie dann nicht von einem Ort träumen müssen den sie kannte? Sie war versucht aufzustehen und einen Arm um seine Schultern zu legen um ihm Halt zu geben, aber sie zögerte und wagte sich nicht sich zu erheben.
Bedrückt sah sie ihn an.

„Das was ich sag stimmt, aber ich bin mir nicht sicher ob es nicht nur ein Traum ohne Bedeutung war.
Vielleicht habt ihr recht und es ist durch die Anstrengungen der letzten Tage.“


Sie selbst glaubte ihren Worten nicht, auch ihre Stimme war leise und unsicher, aber was hätte sie sagen sollen? Es konnte alles möglich sein, das tragische an ihren Träumen war das sie nie wusste in welchem Zeitraum sie geschahen, was sie auslöste, nur hin und wieder sah sie die gründe und konnte sie verhindern. Aber jetzt…war sie unschlüssig und verunsichert, sie hatte sonst nur von ihrer Familie geträumt, da kannte sie, oder glaubte alles von ihnen zu wissen, aber er war für sie fast noch ein fremder, wieso also hatte er in ihrem Traum soviel Gewicht wie ihr Bruder oder ihr Vater?
Sie verstand es nicht und es warf Rätsel auf die sie versuchte zu ergründen.
Nun löste sie doch die Hand von dem Umhang und streckte ihn zu seinen Händen die seine Beine umschlangen, zögernd legte sie ihre Hand die eiskalt war auf seine.

„Es tut mir leid, ich hätte es euch nicht sagen sollen, ich verstehe diesen Traum selbst nicht, ich weiß nicht was passieren wird, warum es passieren wird, aber es macht mir Angst. Ob es nur ein Traum war oder ob es mehr ist kann ich nicht sagen, doch egal was es ist, die Angst bleibt in meinem Herzen wie ein splitter der drin steckt und sich nicht mehr entfernen lässt.“

Allen Versuchen ihren tränen zu wiederstehen scheiterten und dieses mal rannen ihr die Tränen über die Wange, sie zog die Hand weg und vergrub ihr Gesicht in den Händen, alles was sie gesehen hatte berietet ihr Kummer, ob nun er daran schuld war oder daran beteiligt war, war ihr gleichgültig, der schrecken den sie empfunden hatte und das Leid das sie gesehen hatte Liesen sie einfach nicht ungerührt.

„Es…es tut mir so leid…es tut mir so schrecklich leid. Ich wünschte ich hätte nichts gesehen. Und ich hätte es euch nicht sagen sollen, nun belastet es euch auch.“

Ihre Stimme war weinerlich und dumpf, kaum das man ein Wort verstehen konnte. Wieder zitterte ihr Körper und sie versuchte sich abzuwenden, sie empfand es als schwäche.
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Silbion
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Re: Lager der Thela Estel [Rp zum mitschreiben]

Beitrag von Silbion »

Als er ihre Reaktionen sah, die Berühung mit der Hand und ihr Weinen und damit ihre Sympathiebekundungen sah er wieder diesen Wiederspruch zwischen seinem eigentlich sehr freundlichen Wesen und das was sie gesehen hatte.

Auch hier im Lager hatte er bereits Leute gefunden, die ihn mochten, die ihn aufgenommen hatte und auch er mochte diese neuen Bekanntschaften.

"Weint nicht, Sorewn und macht euch keine Vorwürfe. Es ist gut, dass ihr es mir erzählt habt, denn vielleicht ist es nicht eine Zukunft die wahr werden muss, sondern eine Warnung die beherzigt werden soll" Kurz dachte er nach, ihm fiel im Moment nichts ein was er tun konnte, um der Warnung Rechnung zu tragen, ausser zu gehen, aber dann, so fiel es ihm ein, er hatte diese Warnung auch nicht erhalten.
So sagte er, "Wenn es nun eine Warnung war, dann ging sie an euch und vielleicht liegt es an euch, alles mögliche zu tun, damit sie nicht wahr wird-- und damit meine ich wirklich alles." Seine Augen blickten entschlossen, als er damit sein Leben in ihre Hände legte. Sollte der Schatten von ihm Besitz ergreifen, konnte sie sein Fea in Mandos Hallen schicken, aber ihm wurde gleichzeitig bewusst was er damit vielleicht von ihr forderte.

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